Mo, 22. Jänner 2018

UNO-Chefdiplomat

05.10.2006 22:34

Ban einziger Kandidat für Annan-Nachfolge

Südkoreas Außenminister Ban ist der einzig verbliebene Kandidat für die Nachfolge von UNO-Generalsekretär Annan. Nach den für Ban bereits erfolgreichen Testabstimmungen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen haben am Donnerstag die verbliebenen drei Mitbewerber ihre Kandidatur zurückgezogen. Damit gilt als sicher, dass die UNO am Montag Ban offiziell als nächsten Generalsekretär nominieren wird.

Litauens Präsidentin Vike-Freiberga und der frühere afghanische Finanzminister Ghani erklärten schriftlich, das höchste Amt bei der UNO nicht mehr länger anzustreben. In Thailand nahm zudem der ehemalige Vize-Regierungschef Surakiart seine Kandidatur zurück.

Die 192 Mitglieder der UNO-Vollversammlung werden Ban voraussichtlich Ende des Monats zum Nachfolger Annans wählen, dessen Amtszeit am 31. Dezember endet. Bereits bei einer informellen Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat hatte Ban am Montag 14 Stimmen des 15-köpfigen Gremiums erhalten - und dabei auch die erforderliche Rückendeckung aller fünf Vetomächte. Zudem war er der einzige Kandidat, der keine Gegenstimme bekam.

Ban ist seit Jänner 2004 Außenminister Südkoreas. Er gilt als Mann mit ausreichend Erfahrung, um der Rolle als UNO-Chefdiplomat gerecht zu werden. Ban, der auch in Harvard studierte, spricht seinem Ministerium zufolge neben Englisch auch Deutsch, Französisch und Japanisch. Zu den Stationen seiner Karriere gehörten Posten in Neu Delhi, Washington sowie an den UNO-Sitzen in New York und in Wien.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden