Do, 18. Jänner 2018

Verbot ab 20 Uhr

17.11.2016 16:05

Keine Skischuhe mehr bei Party in Ischgl erlaubt

Mit Skischuhen auf dem Tisch zu tanzen und irgendwann nachts mit den Brettln auf dem Rücken ins Hotel zu torkeln - dieses Bild soll in Ischgl der Vergangenheit angehören. Von 20 bis 6 Uhr ist ab heuer im Zentrum das Tragen von Skischuhen verboten. Gemeinde, TVB und Bergbahnen betonen: "Es geht um mehr Qualität."

Ein Gäste-Informationsblatt aus Ischgl sorgt derzeit im Internet vor allem bei deutschen Urlaubern für Diskussionen. In diesem Schreiben werden Touristen der Hochburg des Tiroler Après Skis über eine brisante Neuerung informiert: Zwischen 20 und 6 Uhr ist das Gehen mit Skischuhen ("Hartschalenschuhen") sowie das Tragen von Skiern, Skistöcken und Snowboards im Dorfzentrum verboten. Wer sich widersetzt, muss mit einer saftigen Geldstrafe von bis zu 2000 Euro rechnen, exekutiert von einer Dorfpolizei.

"Soll das ein April-Scherz sein?", fragen sich manche, die Ischgl vor allem als "Ballermann der Alpen" sehen. Andere haben Verständnis für diese Einschränkung, die wohl verhindern soll, dass Gäste vom Skifahren "volley" ins Nachtleben starten.

Gefährliche Situationen und nächtlicher Lärm

Gemeinde, TVB und Bergbahnen argumentieren: "In der Vergangenheit ist es durch Passanten, die auch in den Abend- und Nachtstunden ihre Skiausrüstung tragen unter anderem durch Stürze sowie durch geschulterte Skier immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen. Zudem werden Gäste durch das Gehen mit Skischuhe in der Nachtruhe gestört worden", heißt es.

"Wir wollen Qualität und Niveau heben"

Im "Krone"-Gespräch präzisiert Ischgls TVB-Direktor Andreas Steibl: "Wir sind bestrebt, die Qualität und das Niveau noch weiter zu steigern. Das gehört zur längerfristigen Strategie." Dass manche Feierwütige Ischgl nun den Rücken kehren, glaubt er nicht: "90 Prozent unserer Gäste gehen nach dem Après Ski ohnehin heim ins Hotel. Und wir werden damit eher Gäste gewinnen als verlieren." Das Streben nach Qualität sieht Steibl auch durch andere Aktivitäten untermauert - etwa die Verbindung von Skifahren mit Kulinarik.

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