Mo, 11. Dezember 2017

Gold-Serie, Teil 8

22.12.2016 16:37

Neues Geld aus altem Gold

Der Nachfrage nach Gold kann nicht allein durch die Fördermengen der Goldminen gestillt werden. In etwa die Hälfte des jährlichen Bedarfs wird durch Altgold-Recycling gedeckt. Neben der Verwertung von elektronischen Bauteilen, handelt es sich hierbei meist um aus der Mode gekommenen Goldschmuck, oft aus Erbschaften.

Das Problem dabei: dubiose Altgoldhändler nutzen die Unwissenheit ihrer Kunden sehr gerne aus und erwirtschaften so eine zusätzliche Marge auf deren Kosten. Wie geht man beim Altgoldverkauf richtig vor und worauf sollte man achten?

Woran man seriöse Händler erkennt
Einen seriösen Goldhändler erkennt man an der Transparenz des Begutachtungsprozesses. Ein guter Goldhändler beurteilt nicht nur den Materialwert des Schmuckstückes, sondern auch den eventuell gegebenen historischen Wert und verarbeitete Schmucksteine und informiert den Kunden über seine Einschätzung. Im Anschluss an die erste augenscheinliche Prüfung werden für gewöhnlich einige Tests durchgeführt, um den Feingoldgehalt des Goldes zu prüfen, denn letztlich bestimmt er den Wert des goldhaltigen Schmuckbestandteils.

Säureverfahren bestimmt Goldgehalt
Zur seiner Bestimmung gibt es eine Reihe von Verfahren, wie den Säuretest und die Rötgenfluoreszenzanalyse. Säuretests sind nur bedingt und auch nur in Kombination mit anderen Verfahren geeignet. Bei der Säureanalyse wird Abrieb vom Schmuckstück auf einem Stein aufgebracht. Anschließend wird der Abrieb mit einer Säure beträufelt. Löst sich das Material auf, ist es ein Zeichen für einen geringen Feingoldgehalt oder gar ein unedles Metall. Allerdings kann keine Aussage über den Tatsächlichen Goldgehalt getroffen werden und das Schmuckstück wird dabei beschädigt.

"Die Rötgenfluoreszenzanalyse (RFA) ist - in Verbindung mit einem erfahrenen Prüfer - ein zuverlässiges Prüfverfahren, es erreicht Toleranzabweichungen von bis zu 0,5%, ein Wert, der nur durch die Feuerprobe übertroffen wird, bei der das Schmuckstück allerdings zerstört wird", so Rudolf Brenner, CEO des rennomierten Edelmetallhändlers philoro. Bei der RFA wird der Gegenstand durch eine Kombination aus Röntgenstrahlen und Ultraschall untersucht. Dabei dient der Ultraschall zur Beurteilung der Homogenität (dicke Vergoldungen könnten sonst zu einem falschen Ergebnis führen) und die Rötgenfloureszenz zur Bestimmung der Materialzusammensetzung.

Prüfung per Präzisionswaage
Sind Zusammensetzung und Homogenität geprüft, wird der Goldanteil über eine Präzisionswaage ermittelt - Taschenwaagen sind nicht geeignet und ihre Verwendung nicht erlaubt. "Teilweise bieten Händler Preise, die erheblich unter dem aktuellen Tageskurs liegen, wir orientieren uns immer am Tagespreis und garantieren dem Kunden einen Bestpreis.", so Rudolf Brenner.

Ist der Kunde mit dem gebotenen Preis zufrieden, kommt das Altgold in eine Scheideanstalt, wo Gold und andere Metalle getrennt werden und aus Altgold ein neuer Barren gegossen wird.

Mehr Informationen:
www.philoro.at

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