Fr, 19. Jänner 2018

Einst verfeindet

17.11.2016 10:26

Microsoft schließt sich der Linux Foundation an

Unter Steve Ballmer wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, für den neuen Microsoft-Boss Satya Nadella ist es aber nur konsequent: Microsoft schließt sich der Linux Foundation an, tritt also der Organisation hinter dem Betriebssystem mit dem Pinguin-Maskottchen bei, das Ballmer vor einigen Jahren noch als "Krebsgeschwür" bezeichnet hatte. Jetzt schickt Microsoft sogar einen Manager in den Vorstand der Foundation und wird "Platinum Member".

"Linux ist ein Krebsgeschwür, das sich im Sinne von geistigem Eigentum an alles heftet, das es berührt", wetterte Ballmer noch im Juni 2001 über Linux. Das freie Betriebssystem rivalisiert seit Jahrzehnten mit Microsofts Windows - im Server-Bereich mit deutlich mehr Erfolg als am Desktop. Die Stärke von Linux im Server-Umfeld ist nun letztlich auch der Grund, wieso Microsofts neuer Boss Satya Nadella auf Linux-Kuschelkurs geht und seine Firma der Linux Foundation beitritt.

Linux-Engagement als Zeichen für Entwickler
"Wir sind ein Cloud-Unternehmen und wollen Entwicklern helfen, die Plattformen und Sprachen zu benutzen, die sie brauchen", zitiert das IT-Portal "Heise" Microsoft-Vizepräsident Scott Guthrie. Und Entwickler lieben Linux - sei es als Server-Betriebssystem, als Mobil-Betriebssystem (Linux ist die Basis von Android) oder als Betriebssystem im "Internet der Dinge". Der Linux-Vorliebe vieler Entwickler hatte Microsoft auch schon vor einigen Monaten Rechnung getragen, indem man die Linux-Distribution Ubuntu als Subsystem in Windows 10 integriert hat.

Microsoft ist der jüngste prominente Neuzugang für die 2007 gegründete Linux Foundation und reiht sich in eine lange Liste bekannter Namen ein. Neben dem Redmonder Software-Konzern unterstützen beispielsweise auch Intel, Cisco, IBM, Qualcomm, Samsung, Fujitsu, Huawei und etliche andere große IT-Konzerne die Vereinigung als Platinum Mitglieder. Sie zahlen jährlich 500.000 US-Dollar ein und sind im Vorstand der Linux Foundation vertreten.

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