Do, 23. November 2017

Jäger machen Druck

17.11.2016 10:08

Frau soll Hund am eigenen Grund nicht ableinen

Kürzlich lehnte der Verfassungsgerichtshof den Antrag eines Kärntner Waldbesitzers ab, seinen Grund jagdfrei zu stellen. Der Mann muss also dulden, dass auf dem Gelände Tiere geschossen werden, obwohl er das aus ethischen Gründen ablehnt. Jetzt sorgt ein ähnlicher Fall für Ärger unter Tierschützern: Ein Jagdleiter will einer Grundbesitzerin verbieten lassen, ihren Hund dort ohne Leine zu führen.

Tatsächlich ließ nun ein Jagdleiter einer Grundbesitzerin über seinen Rechtsanwalt eine Klagsdrohung zukommen: Er fordert 240 Euro und eine Unterlassungserklärung, dass die Frau am eigenen Grund mit ihrem Hund nicht ohne Leine spazierengehen werde, sonst drohen Zivilklage und verwaltungsstrafrechtliche Anzeige nach dem niederösterreichischen Jagdgesetz. Das Originalschreiben veröffentlichte der Verein gegen Tierfabriken (VGT) auf seiner Webseite.

"Es wird Zeit, diesen Terror zu brechen"
"Dieser Fall ist nur ein weiterer, wichtiger Grund mehr für eine Jagdfreistellung des eigenen Grundstückes, nämlich das Recht, mit dem eigenen Hund ohne Leine am eigenen Grundstück spazierengehen zu können. Wo kommen wir, bitteschön, da hin, wenn man nicht einmal das mehr dürfen soll? Man merkt, wie weit die Dominanz der Jagd in der Gesellschaft bisher gegangen ist. Es wird Zeit diesen Terror zu brechen", empört sich VGT-Obmann Martin Balluch.

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