Sa, 25. November 2017

„Pfotenhilfe“:

16.11.2016 09:57

„Katzenhaltung an Straßen ist verantwortungslos“

Ist es überhaupt zu verantworten, Katzen als Freigänger zu halten? Halter und Freunde der Stubentiger streiten sich schon ewig über dieses Thema, denn laut Meinung vieler ist es draußen einfach zu gefährlich. Auch die Tierschutzorganisation "Pfotenhilfe" rät in einer aktuellen Aussendung erneut davon ab, Katzen an stark befahrenen Straßen zu halten.

"Wir empfehlen eine Katzenhaltung mit Freigang nur in Sackgassen oder zumindest abseits von stark befahrenen Straßen, wie etwa in Wohnsiedlungen mit 30er-Zone. Insbesondere in ländlichen Gegenden ist die Gefahr besonders groß, denn an Landesstraßen gibt es auch in Siedlungen oft keine Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und bei 100 km/h hat man bei plötzlich auftauchenden Hindernissen kaum Chancen auf Unfallvermeidung", so Obfrau Johanna Stadler.

Der Verein bittet Autofahrer um erhöhte Vorsicht. Besonders in der Dämmerung und nachts sowie aufgrund der derzeit häufig durch Nässe, Blätter, Schnee und Eis rutschigen Fahrbahn sollte die Geschwindigkeit gedrosselt und verstärkt auf Sicht gefahren werden. Nicht nur zum Schutz der Tiere, sondern auch zur eigenen Sicherheit und der der Mitfahrenden und anderen Verkehrsteilnehmer.

Wieder mehr für Tiere tödliche Unfälle im Straßenverkehr
Immer noch passieren Tausende Unfälle mit Wildtieren, wie die kürzlich veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria zeigen: Im "Jagdjahr 2015/16" fielen dem Straßenverkehr unter anderem 37.900 Rehe (+1,3%), 23.200 Hasen (+2,8%) und 7200 Fasane (+3,0%) zum Opfer. Insgesamt sind es 77.249 Todesopfer und damit um 1569 mehr als im Jahr davor, wo es sich um 75.680 Fälle handelte.

Katzen scheinen in der Statistik nicht auf
Nicht erfasst werden hier jedoch viele weitere so genannte "nicht jagdbare" Wildtierarten wie Igel, Eichhörnchen, (Greif-)Vögel etc. und natürlich Heimtiere - hier in erster Linie Katzen, die österreichweit jährlich im oberen fünfstelligen Bereich verunglücken. Ebenso scheinen in der Statistik die vielen mehr oder weniger schwer verletzt überlebenden Unfallopfer nicht auf.

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