Sa, 18. November 2017

Marketing-Bühne?

16.11.2016 08:07

Ivanka Trump wirbt mit CBS-Talk für Goldschmuck

Die Diskussion um Interessenskonflikte durch Donald Trumps Doppelrolle als Geschäftsmann und künftiger US-Präsident wird durch eine umstrittene PR-Aktion seiner Tochter Ivanka angeheizt. Deren Schmuckfirma nutzte einen TV-Auftritt des Trump-Clans, um Werbung für einen 10.800 Dollar teuren Armreif aus ihrer Kollektion zu machen. Diverse US-Medien berichteten am Dienstag über den Vorfall.

Die 35-jährige Unternehmerin hatte das mit Diamanten besetzte Schmuckstück am Sonntagabend gut sichtbar bei einem Interview in der CBS-Sendung "60 Minutes" getragen, die zur besten Sendezeit etwa 20 Millionen Zuschauer erreichte. Anschließend verschickte ihr Label "Ivanka Trump Fine Jewelry" per E-Mail Werbung, in der mit der Bitte um Weiterverbreitung auf den Auftritt hingewiesen wurde.

"Style Alert - Ivanka Trump trägt ihr Lieblingsarmband aus der Metropolis-Kollektion bei '60 Minutes'", heißt es in dem Mail. Peinlicherweise erhielten dieses auch Journalisten, bei denen die Aktion überhaupt nicht gut ankam. "Es geschieht bereits: Die Trump-Familie sieht den US-Präsidenten als Marketing-Gelegenheit", twitterte etwa Eric Lipton von der "New York Times".

Heftige Debatte um Interessenskonflikte Trumps
In den USA sorgt die Frage, wie Trump seine Geschäftsinteressen mit dem Regierungsamt vereinbaren kann, für viel Diskussionsstoff. Auch seine Familie steht dabei im Blickpunkt. Ivanka hatte bereits zuvor Kritik hervorgerufen - mit Werbeaktionen für Kleidungsstücke aus ihrer Kollektion, die sie bei Wahlkampfauftritten trug.

Im Juli hatte es rtwa Wirbel um einen Auftitt Ivanka Trumps bei einer Wahlkampfveranstaltung für ihren Vater gegeben. Ivanka hatte anschließend auf ihrer offiziellen Twitterseite für das Kaufhausunternehmen Macy's geworben: "Shoppen Sie hier Ivankas Look von ihrer RCN-Rede." Im sozialen Netzwerk hatte das für heftige Kritik gesorgt.

Rudy Giuliani könnte Außenminister werden
Unterdessen gibt es in Sachen Regierungsbildung Neuigkeiten. So soll der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani einer der heißesten Anwärter auf das Amt des Außenministers sein, wie Äußerungen von Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway vermuten lassen.

"Giuliani wurde sehr ernsthaft als Außenminister genannt", sagte Conway am Dienstag dem Sender Fox News. "Es ist ein Job, für den er qualifiziert ist und den er außergewöhnlich gut machen würde." Der frühere New Yorker Bürgermeister gilt als einer der engsten Vertrauten von Trump. Er hatte den Milliardär im Wahlkampf anders als viele republikanische Kollegen vorbehaltlos unterstützt.

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