Fr, 24. November 2017

Entscheidender Tag

16.11.2016 08:26

GLS-Pleite: Geld reicht nur noch diese Woche

41 Baustellen sind offen, bei etwas mehr als der Hälfte soll weitergearbeitet werden, die 221 Mitarbeiter sind allesamt noch an Bord - doch das Geld, das zugeschossen wurde, reicht nur noch diese Woche! So sieht die Bestandsaufnahme bei der Baufirma GLS in Perg aus, bei der acht Tage nach Insolvenzeröffnung zum ersten Mal über Sein oder Nichtsein entschieden wird.

In der Rechtsanwaltskanzlei von René Lindner in Linz steigt heute Nachmittag der Gläubigerausschuss. Dort beraten die Masseverwalter Lindner und Peter Shamiyeh mit der Konkursrichterin und den Gläubigerschutzverbänden, wie es mit der GLS weitergehen kann.  Dabei wird über Sein und Nichtsein der in die Pleite gerutschten Baufirma entschieden. Denn Fakt ist: Selbst die geplante "Schrumpf-Variante", mit der das Unternehmen weitergeführt werden soll, führt zu finanziellen Verlusten. Das ist auch aus der Fortführungsprognose ersichtlich, die gestern von den Masseverwaltern mit der bisherigen Geschäftsleitung besprochen wurde.

Probleme bei laufenden Baustellen
Zudem gibt’s bereits jetzt Probleme an laufenden Baustellen der Mühlviertler. Bei jener beim Eisstadion Innsbruck wurden gravierende Gewährleistungsmängel geltend gemacht, das Land Niederösterreich erteilte bekanntlich bei der Umfahrung Pyburg-Wimpassing einen Baustopp.
Die Verbindlichkeiten der GLS belaufen sich auf 51,1 Millionen Euro. Dank einem finanziellen Zuschuss der Hausbank der Perger ist der laufende Betrieb diese Woche noch gesichert. Und danach? 221 Mitarbeiter zittern um ihre Jobs...

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