Di, 12. Dezember 2017

Durch DNA überführt

15.11.2016 10:08

Frau in Wiener Park vergewaltigt: Täter gefasst

Knalleffekt rund um die Vergewaltigung einer 39-Jährigen Ende September am Laaer Berg im Wiener Bezirk Favoriten: Die Polizei hat einen tatverdächtigen Rumänen gefasst. DNA-Spuren des 36-Jährigen hatten die Ermittler nach Griechenland geführt, wo der mehrmals Vorbestrafte nun verhaftet werden konnte. Die heimische Justiz beantragte die Auslieferung des mutmaßlichen Sextäters.

Die Frau war am Abend des 30. Septembers um 20.15 Uhr in der Parkanlage Löwygrube mit ihrem Hund spazieren gegangen. Plötzlich packte sie ein Mann an den Haaren und zerrte sie ins Gebüsch. Die 39-Jährige versuchte zu schreien, daraufhin schlug ihr der Täter mit der Faust ins Gesicht und würgte sie mit ihrem Schal. Dann vergewaltigte er die Frau.

DNA-Spuren im Spital gesichert
Anschließend raubte der Mann seinem Opfer das Handy und ergriff die Flucht. Die 39-Jährige bat Parkbesucher um Hilfe, diese alarmierten die Polizei. Die Wienerin wurde direkt ins Spital gebracht, dort konnten DNA-Spuren des Täters gesichert werden.

"Opfer hat sich hervorragend verhalten"
"Die Frau hat sich in diesem Fall hervorragend verhalten. Für die Ermittler ist es sehr wichtig, dass sich Opfer nach einer Sexattacke sofort untersuchen lassen. Ich weiß, das ist sehr hart, nicht gleich duschen zu gehen oder die Kleidung zu wechseln. Aber um den Täter fassen zu können, ist es sehr wichtig, die Spuren zu sichern, wie der aktuelle Fall auch zeigt", so Polizeisprecher Thomas Keiblinger gegenüber krone.at.

Täter von Deutschland nach Rumänien abgeschoben
Die Ermittler wurden tatsächlich schnell fündig: Die DNA des Vorbestraften lag in einer deutschen und einer rumänischen Datenbank ein. "Der Verdächtige verbüßte in Deutschland bereits eine Haftstrafe wegen Raubüberfällen. Danach wurde er mittels Flugzeug am 19. September nach Rumänien abgeschoben", so Keiblinger.

In Österreich zugeschlagen, Flucht nach Griechenland
Kurz nach der Abschiebung in seine Heimat dürfte der 36-Jährige jedoch nach Österreich eingereist sein. Hierzulande ist der Polizei aber kein fester Wohnsitz des Mannes bekannt. Nach der Vergewaltigung der 39-Jährigen dürfte der Rumäne dann nach Griechenland geflohen sein. Mittels internationalen Haftbefehls fahndeten die Ermittler nach dem 36-Jährigen. Am 10. November konnte er festgenommen werden.

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