Do, 19. Oktober 2017

Schwere Verwüstungen

14.11.2016 13:53

Hunderte Nachbeben nach Erdstoß in Neuseeland

Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 mit zwei Toten ist Neuseeland auch am Montag nicht zur Ruhe gekommen. Hunderte Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 6,0 erschütterten das Land, während die Rettungsarbeiten durch starke Niederschläge behindert wurden. Das Küstengebiet musste wegen Tsunami-Gefahr evakuiert werden.

Das Beben in der Nacht auf Montag war das zweitschwerste in der Geschichte des Landes, zwei Menschen wurden getötet. In Neuseeland ist noch das schwere Erdbeben der Stärke 6,3 von 2011 in wacher Erinnerung, bei dem 185 Menschen ums Leben kamen.

Experten wiesen am Montag aber darauf hin, dass das Epizentrum auf der Südinsel des Landes diesmal 23 Kilometer unter der Erdoberfläche lag - wodurch die Ausbreitung der Erdstöße gedämpft wurde. Zudem lag das Zentrum des aktuellen Bebens recht weit von den städtischen Zentren Neuseelands enfernt.

Video: So heftig war das Erdbeben in Neuseeland

1000 Touristen saßen zeitweise fest
Nach Angaben von Regierungschef John Key saßen zeitweise etwa 1000 Touristen fest. Weil Neuseeland auf der Südhalbkugel liegt, ist dort jetzt Frühling. Die Luftwaffe setzte kleinere Flugzeuge ein, um die Touristen abzuholen. Außerdem wollte die Marine das Transportschiff "Canterbury" nach Kaikoura schicken. Der Küstenort liegt zweieinhalb Autostunden nördlich von Christchurch auf der Südinsel. Von dort aus stechen Boote zum Delfine- und Wale-Beobachten in See. Außerdem gibt es Seehund-Kolonien und Naturpfade. Vor der Küste können Besucher schnorcheln und tauchen.

Viele Zufahrtsstraßen blockiert
Premier Key machte sich bei einem Hubschrauberflug in der Umgebung von Kaikoura ein Bild von der Lage. Vielerorts waren Schäden durch Erdrutsche zu erkennen. Die Zufahrtsstraßen zu dem Ort waren deshalb blockiert. Ein Todesfall wurde nach einem Gebäudeeinsturz in Kaikoura gemeldet, ein zweiter aus dem Gebiet nördlich von Christchurch. Key sprach davon, dass nach dem Beben monatelange Aufbauarbeiten erforderlich sein werden. Bei Kaikoura waren zerfetzte Bahnschienen zu sehen, viele Einwohner stellten Fotos ins Netz, auf denen aufgerissene Asphaltdecken zu sehen sind.

Katastrophenschutz-Minister Gerry Brownlee zeigte sich zuversichtlich, dass die Opferbilanz nicht steigen werde. "Wenn es schwere Verletzungen oder gar Todesfälle gegeben hätte, wären wir darüber informiert", sagte er dem neuseeländischen Rundfunk.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße. Im September hatte ein Erdbeben der Stärke 7,1 an der Ostküste Neuseelands einen kleinen Tsunami ausgelöst, bei dem es aber nicht zu größeren Schäden kam.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).