Mo, 20. November 2017

ÖFB-Pressekonferenz

14.11.2016 12:37

Koller: „Kann nicht alles auf den Kopf stellen!“

ÖFB-Teamchef Marcel Koller musste nach der Irland-Pleite (siehe Video oben) viel Kritik einstecken. Am Montag stellte sich der Schweizer den Fragen der Journalisten.

Nach dem 0:1 gegen Irland wurden sogar Stimmen laut, Marcel Koller als Trainer abzulösen. Der Zorn der Fans war groß. Seit der EURO ist das ÖFB-Team nur mehr ein Schatten seiner selbst.

Aufgrund seiner Aufstellungen und Taktik steht Teamchef Marcel Koller schon länger in der Kritik. "Wir haben zweieinhalb Jahre versucht, die Ideen dem Team zu vermitteln. Man kann nicht locker flockig alles auf den Kopf stellen, das wird nicht klappen, weil man Einheiten braucht auf dem Platz", betonte Koller.

Neue Spieler gegen die Slowakei?
Mut zur Veränderung sieht anders aus. Dennoch: "Gegen die Slowakei werden sicher neue Spieler auf dem Platz stehen", versprach der Schweizer. Es geht in dem Freundschaftsspiel am Dienstag vor allem um einen versöhnlichen Abschluss: "In diesem Jahr ist nicht alles rund gelaufen. Es geht darum, dass wir da nochmals einen guten Auftritt haben und mit Mut ins neue Jahr starten."

Druck verspürt der 56-Jährige trotz der großen Kritik keinen: "Wenn man 20 Jahre Trainer ist, erlebt man die Situation nicht zum ersten Mal. Ich mache mir auch Gedanken über das Team. Auch die Spieler hinterfragen sich. Wenn du gewinnst, ist immer alles gut. Ich habe immer versucht am Boden zu bleiben. Wenn es schlecht läuft, versuche ich noch mehr zu arbeiten. Es ist wichtig, auf sich selber zu achten."

Was die Positionsdiskussion rund um David Alaba betrifft, wollte sich Koller zurückhalten: "Er ist im Nationalteam im Zentrum wichtiger als auf der Seite, weil er dort mehr Einfluss nehmen kann." Und auch Kapitän Julian Baumgartlinger steht hinter der Entscheidung: "David Alaba war in den letzten Jahren im Zentrum unersetzbar. Jetzt ist die Diskussion da. Aber jeder hat sich die Chance verdient, sich zu beweisen."

"Viel Freude mit Wimmer"
Auch Kevin Wimmer bekam vom Teamchef Rückendeckung: "Es ist wichtig, dass wir ihn unterstützen. Er ist ein Spieler, der nicht regelmäßig spielt, aber die Fähigkeiten hat. Er muss da weiterkommen und wir wollen ihm dabei helfen, auch in schwierigen Zeiten. Ich bin überzeugt, dass diese Erfahrungen ihn weiterbringen. Wir werden in Zukunft viel Freude an ihm haben."

Die Gründe, warum es beim ÖFB-Team nicht mehr so läuft wie 2015? Die Gegner können sich mittlerweile gut auf die österreichische Spielweise einstellen. "Wir überraschen nicht mehr", begründet Baumgartlinger knapp.

Das aktuelle Jahr kann für das ÖFB-Team wirklich als "Seuchenjahr" bezeichnet werden. Nach elf von zwölf Länderspielen hält man bei drei Siegen, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Eine schlechtere Bilanz lieferte das Nationalteam zuletzt im Jahr 2011 ab.

Übrigens: Ex-Kapitän Christian Fuchs wird beim Testspiel am Dienstag gegen die Slowakei offiziell verabschiedet.

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