Mi, 24. Jänner 2018

02.10.2006 18:38

Grenzschutz in der EU - Konferenz statt Taten

Das freie Wort

Mindestens 250.000 (!) Afrikaner gelangen alljährlich illegal nach Europa. Die medial hochgespielten Ziele Lampedusa und Kanaren machen dabei nur einen Bruchteil der gesamten Völkerwanderung aus. Neben dem Landweg überqueren die vorwiegend männlichen Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge das Mittelmeer mit Tausenden Booten in ganzer Breite, um auf Malta, an den Küsten Italiens oder Spaniens zu landen.

Die EU reagiert auf den stetig wachsenden Flüchtlingsstrom mit diplomatischer Spiegelfechterei, Ignoranz und damit: Untätigkeit. Der EU-Grenzschutzagentur Frontex stehen für Patrouillen ganze zwei Boote zur Verfügung. Man muss keine mathematische Leuchte sein, um zu erkennen, dass diese Schutzmaßnahme nicht nur nicht ausreichend, sondern geradezu eine Einladung an Flüchtlinge und Schlepperbanden ist, ihren Ansturm auf Europa zu verstärken.

Zu dessen Entstehung maßgeblich beigetragen hat die neue spanische Regierung, die im Vorjahr 600.000 illegale Zuwanderer kurzerhand legalisiert hat. Heute freilich beginnen Herrn Zapatero und seiner Regierung die hausgemachten Probleme über den Kopf zu wachsen und man erwartet seitens der übrigen EU-Staaten finanzielle Unterstützung.

Ob Finanzhilfen gewährt werden oder nicht, ist für das Sicherheitsbedürfnis der Europäer unerheblich. Schließlich harren an den Küsten Mauretaniens, im Hinterland und den angrenzenden Staaten zwischen zwanzig und dreißig Millionen auswanderungswillige Afrikaner.

Man sollte annehmen, dass selbst in trägen Brüsseler Denkwerkstätten erkannt wird, dass hier mehr denn je der Grundsatz zu gelten hat: Wehret den Anfängen! Statt aber Hilfe vor Ort zu leisten und die Flotte überladener und für die Insassen lebensgefährlicher Nussschalen an der Überfahrt zu hindern, konferiert man so regelmäßig wie ergebnislos, während abermals Tausende, von skrupellosen Schleppern missbrauchte Flüchtlinge europäischen Boden betreten, so sie nicht bei der Überfahrt ihr Leben lassen müssen.

Die Unsummen, die in Sinnlos-Konferenzen wie die derzeit in Tampere abgeführte gepumpt werden, wären für den Ausbau der Küstenpatrouillen sinnvoller eingesetzt.




Norbert Hofer, Eisenstadt
erschienen am Mo, 2.10.
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