Fr, 17. November 2017

Besuch im Valley

13.11.2016 19:27

In der anderen Welt von Google, Facebook und Co

Eine Reise ins kalifornische Silicon Valley ist noch immer eine Reise in eine andere Welt. Davon konnte sich eine oberösterreichische Delegation mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl an der Spitze dieser Tage überzeugen. Dort, wo Google, Facebook, Apple  und Co ihre Milliarden machen, ticken die Uhren in vielerlei Hinsicht anders. Ein "Krone"-Lokalaugenschein zwischen Mini-Startups und Mega-Konzernen.

Mitten in San Francisco arbeiten seit wenigen Tagen Martin Rauchbauer und Georg Fürlinger. In der Nachbarschaft von Weltkonzernen wie Twitter, Uber und Airbnb sollen sie für die neue Initiative Open Austria von Außenministerium und Wirtschaftskammer  die Vernetzung zwischen Österreich und dem mächtigsten Tal der Welt stärken. Sie sind unsere Guides, während sich die von der "Krone" begleitete OÖ-Delegation um Landesrat Michael Strugl, Werner Pamminger (Business Upper Austria), Joachim Haindl-Grutsch (Industriellenvereinigung) und Hermann Pühringer (WKOÖ) ein Bild vom Silicon Valley macht.

Oberösterreichs Weg in die Zukunft
An der US-Westküste zwischen San Francisco und San Jose ist Gegenwart, was in einem Wirtschaftsraum wie Oberösterreich der Weg in die Zukunft sein muss, wenn es um  Innovation, Digitalisierung und Startup-Förderung geht. 2015 wurden hier 27,8 Milliarden US-Dollar (25,7 Milliarden Euro) in Firmen investiert - fast die Hälfte des gesamten Risikokapitals der USA. Der  Apple-Slogan "Think different" (Denke anders) gilt. Auch gearbeitet wird anders. Während unseres Rundgangs durch die Airbnb-Zentrale arbeitet man im Sitzen, Stehen und Liegen. In kleinen Kojen und in Besprechungsräumen, die Ferienwohnungen aus dem Airbnb-www-Katalog nachempfunden sind.

"Welcome in America"
Bei SAP in Paolo Alto, dem aus Deutschland stammenden Software-Giganten, sind die Wände verschieb- und bekritzelbar. Unsere Frage, ob man hier mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten darf, kostet Design-Director Yvonne Waibel ein Lachen: "Sicher darf man. Welcome in America!"

Alte Welt mit klugen Köpfen
SAP ist einer der wenigen Europäer, die im Konzert der Milliarden im Valley mitspielen. Eher behauptet sich die Alte Welt hier mit klugen Köpfen. Auch (Ober-)Österreicher mischen mit, einige habenHARALD KALCHERwir getroffen:  Der Niederösterreicher Max Schnödl sitzt in der Führungsetage von Accela in San Remon,  ein Weltmarktführer bei E-Government-Lösungen. Gerhard  Eschelbeck aus Peuerbach ist Chef für IT-Sicherheit bei Google in Mountain View, Kepleruni-Absolvent Manuel Nedbal Mitgründer von ShieldX, einem Datensicherheits-Startup in San Jose. Der Wiener Physiker Friedrich Prinz ist Professor an der  Stanford-University (Jahresbudget: sechs Milliarden Dollar) in Paolo Alto. Die Uni ist ein Innovations-Turbo, sie ermuntert ihre Studenten zu Unternehmensgründungen, hier wurde Google erfunden.

"Go Silicon Valley"
Am Eingang von Plug & Play in Sunnyvale, einem der größten Startup-Acceleratoren im Valley, trafen wir zufällig auch die junge Oberösterreicherin Eva Reder (22) aus Eggendorf. Bis zu 3000 Unternehmen bewerben sich jährlich bei Plug & Play, aber nur etwa hundert Gründer bekommen die Chance, sich zwei Minuten lang einer Jury zu präsentieren. Wer überzeugt, landet in einem Programm wie der von Österreich geförderten Initiative "Go Silicon Valley". Gemeinsam mit ihrem kolumbianischen Partner Juan Campos (25) hat Reder jetzt hier drei Monate lang Zeit, ihre Reiseplattform NomadApp auf den Weg zu bringen. Airbnb hat ähnlich begonnen. Und heute hat man zwei Millionen Ferienwohnungen in 190 Ländern auf der Website...

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