So, 19. November 2017

Erster Rückzieher

11.11.2016 23:12

Trump will Obamas Gesundheitsreform erhalten

Während des Wahlkampfs hatte Donald Trump die Annullierung der großen Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama versprochen - drei Tage nach seinem Wahlsieg verkündet er nun, dass er das System möglicherweise nur nachbessern wolle. Trump führte seinen überraschenden Positionswechsel auf das Gespräch zurück, das er am Donnerstag im Weißen Haus mit Obama geführt hatte. Er habe dem scheidenden Präsidenten gesagt, dass er sich dessen Vorschläge zur Zukunft der Gesundheitsreform genauer anschauen werde - "und aus Respekt heraus werde ich dies tun".

Die Reform werde entweder "verbessert oder widerrufen oder ersetzt", sagte Trump dem "Wall Street Journal" in seinem ersten Interview seit der Präsidentschaftswahl.

Abschaffung von "Obamacare" war Wahlkampfversprechen
Der künftige Präsident erläuterte, dass er insbesondere zwei Regelungen des als "Obamacare" bezeichneten Systems zu bewahren ins Auge fasse. Dies sei zum einen das gegen die Krankenversicherungen verhängte Verbot, einem Patienten eine Versicherung aufgrund seines Gesundheitszustands zu verweigern. Zum zweiten nannte Trump den möglichen längeren Verbleib von Kindern in der Krankenversicherung ihrer Eltern. Die Abschaffung von "Obamacare" war eines von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen. Seine Rivalin Hillary Clinton hatte die Reform hingegen verteidigt, allerdings Nachbesserungen als durchaus notwendig bezeichnet.

Das System war zuletzt nochmals verstärkt in die Kritik geraten, weil ein hoher Anstieg der Beiträge für einen Teil der darüber Versicherten vorhergesagt wird. Die Reform, die Obama gegen den massiven Widerstand der Republikaner durchgesetzt hatte, hat rund 20 Millionen Menschen eine Krankenversicherung verschafft.

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