Mo, 11. Dezember 2017

Bergung per Leiter

11.11.2016 10:11

Mädchen nach eineinhalb Stunden aus Moor gerettet

Was für ein Albtraum! Die zwölfjährige Eva wollte am Donnerstagnachmittag eine Abkürzung durch das Reinthaler Moor in der Gemeinde Attersee in Oberösterreich nehmen und fiel im Morast in ein Loch. Das Mädchen steckte eineinhalb Stunden fest, bis die Feuerwehr kam und es mit einer Leiter barg. Das schwer unterkühlte Kind wurde ins Spital eingeliefert.

Die Zwölfjährige ist erst vor Kurzem mit ihrer Mutter von Traun nach Attersee gezogen. Am Donnerstag wollte das Mädchen alleine eine Abkürzung durch das Reinthaler Moor in der Ortschaft Mühlbach ausprobieren und stürzte nichtsahnend in ein Moorloch. Sie steckte mit einem Bein bis zum Knie, mit dem anderen bis zur Hüfte fest, konnte sich nicht befreien.

"Wie eine Bergung, wenn einer durchs Eis einbricht"
Eva rief verzweifelt mit dem Handy ihre Mutter an, die aber gerade am Rückweg aus Traun war. Die Schülerin bat auch noch einen Mitarbeiter vom benachbarten Bienenhof um Hilfe. Dieser wies dann gemeinsam mit der Mutter gegen 14.30 Uhr die Feuerwehr zu dem abgelegenen Platz ein, berichtet FF-Einsatzleiter Christoph Hausjell: "Meine Kameraden haben eine Leiter ausgelegt und sind langsam und vorsichtig zu dem Mädchen hingegangen. Es war wie eine Bergung, wenn einer durchs Eis einbricht."

"Mädchen hat richtig stark gezittert"
Hausjell weiter: "Zum Glück war der Boden fest genug. Wir haben die Schülerin dann herausgezogen. Das ist zum Glück leicht gegangen. Wir haben sie zu unserem Auto gebracht, sie dort in eine Alufolie und eine Decke eingewickelt. Das Mädchen war schwer unterkühlt, hat richtig stark gezittert. Sie ist etwa eineinhalb Stunden im Moor festgesteckt." Die Schülerin wurde anschließend ins Spital gebracht.

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