Mi, 22. November 2017

Vor Irland-Spiel

11.11.2016 08:34

Alles Gute, Herr Teamchef: Koller hat Geburtstag

Am Freitag feiert Marcel Koller seinen 56. Geburtstag! Geht der WM-Traum in Erfüllung, stößt er in der ewigen Rangliste auf den zweiten Platz vor.

Der 11.11. - Faschingsbeginn. Aber nicht deswegen werden die Teamspieler vielleicht ein Ständchen anstimmen, Marc Janko, der Basel-Legionär, in perfektem Schwyzerdütsch "Alles Gueti, Herr Teamchef" sagen.

Marcel Koller feiert seinen 56. Geburtstag, der Ehrentag fällt fast zusammen mit einem kleinen Jubiläum: Am 4. Oktober waren es nämlich genau fünf Jahre, dass der Schweizer österreichischer Teamchef ist. Sportchef Willi Ruttensteiner (der übrigens morgen an der Reihe ist, 54 Jahre alt wird) hatte Koller entgegen vieler Vorbehalte "durchgeboxt", Präsident Leo Windtner ging letztendlich dann das Risiko, einen Nicht-Österreicher unter Vertrag zu nehmen, ein.

Hält nun immerhin schon fünf Jahre, diese österreichisch-schweizerische Beziehung. Eine Zeit mit vielen Höhen und auch Tiefen, eine Zeit, die auch bei Koller eine Wandlung erkennen ließ, nur in einem ist er sich immer treu geblieben: seiner "Liebe" zu seinen "Kindern", den Teamspielern. Jemanden fallen zu lassen ist für ihn ein Fremdwort, in guten wie in schlechten Zeiten steht er zur Mannschaft.

Robert Almer, Christian Fuchs oder Marc Janko wissen das nur zu gut: Bei ihren Klubs oft nur Reservisten, waren sie im Team stets gesetzt. Und auch bei David Alaba und der Diskussion um dessen Position bleibt Koller beharrlich, widersetzt sich Millionen heimischer Teamchefs, die den Bayern-Legionär lieber links in der Verteidigung sehen würden.

Sein erfolgreicher Weg
So ist er, der Marcel Koller. Manchmal stur, seinen eigenen Weg gehend, egal, was die Öffentlichkeit sagt. Dazu steht er, dafür nimmt er auch Kritik in Kauf. "Sein" Weg brachte ihm Erfolg: Mission eins, die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien, gelang noch nicht, Mission zwei war dafür umso erfolgreicher - der Weg zur EURO 2016 wurde zum Triumphzug für Koller und seine Mannschaft. Dass es dann in Frankreich nicht so wie erhofft lief, auch bei Koller selbst nicht alles so wie erhofft funktionierte, gehört dazu zum Job eines Teamchefs. War auch für Koller eine neue Erfahrung.

Jetzt stellt er sich Mission drei, der Qualifikation für die WM 2018 in Russland. Gelingt’s, stößt er in der ewigen Teamchefrangliste auf Platz zwei vor. Elf Spiele hat er Rückstand auf Josef Hickersberger, sieben gibt’s noch in der Quali, dazu einige Freundschaftsspiele. Aber egal, wie es sportlich läuft, Geburtstage gehören gefeiert. Daher: "Alles Gueti, Herr Teamchef!" Und das schönste Geschenk soll morgen im vollen Stadion folgen: ein Sieg gegen Irland.

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