Sa, 20. Jänner 2018

Mega-Datenklau

10.11.2016 14:05

Hackerangriff auf Yahoo: Ausmaß noch größer?

Mit mindestens einer halben Milliarde betroffener Nutzer war der im September publik gewordene Datendiebstahl bei Yahoo - krone.at berichtete - bereits besonders schwer. Doch alles könnte noch schlimmer gewesen sein: Möglicherweise konnten die Angreifer danach auch ohne Passwort an die Daten einzelner User herankommen.

Denn wie Yahoo lediglich beiläufig in seinem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht verriet, prüft der Internetkonzern Hinweise darauf, dass im Rahmen des Datendiebstahls auch sogenannte Cookies platziert wurden, mit denen die Angreifer später auch ohne Eingabe eines Passworts in die Nutzerprofile gelangen konnten.

Yahoo hatte im September mitgeteilt, dass dem Konzern im Jahr 2014 Informationen zu mindestens einer halben Milliarde Nutzer gestohlen wurden. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen entwendet worden. Und es gebe keine Hinweise darauf, dass die damaligen "Hacker mit staatlichem Hintergrund" jetzt noch in den Systemen des Konzerns drin sind.

Wer wusste bereits seit wann von den Angriffen?
Jetzt wird dem Quartalsbericht zufolge auch geprüft, wie weit das Wissen über die Attacke bereits 2014 im Konzern verbreitet war. Noch Anfang September hatte Yahoo in einer offiziellen Mitteilung bei der Börsenaussicht SEC erklärt, dem Unternehmen seien keine großen Fälle des Diebstahls von Nutzerdaten bekannt. Auch beim Verkauf des Webgeschäfts von Yahoo an den Telekom-Konzern Verizon wurde die Attacke nicht erwähnt. Verizon prüft jetzt, ob das Folgen für den Kaufpreis von 4,8 Milliarden Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) haben sollte.

Yahoo verbuchte bisher Kosten von einer Million Dollar im Zusammenhang mit dem "Sicherheitsvorfall", wie der Datendiebstahl im Quartalsbericht genannt wird. Zugleich seien weitere Ausgaben wahrscheinlich. Bisher seien weltweit 23 Klagen von Nutzern eingereicht worden.

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