Mi, 17. Jänner 2018

Handels-KV

09.11.2016 20:51

Gehaltsplus von 1,33 Prozent für Angestellte

Die rund 500.000 Handelsangestellten erhalten im kommenden Jahr im Schnitt um 1,33 Prozent mehr Gehalt. Bei den untersten Einkommen gibt es eine Erhöhung von 1,45 Prozent, die obersten Einkommensschichten erhalten 1,30 Prozent mehr. Der Mindestlohn steigt auf 1524 Euro brutto monatlich, teilten die Sozialpartner am Mittwochabend mit. Die Lehrlingsentschädigung wurde vereinheitlicht: Im ersten Lehrjahr erhalten die Auszubildenden 570 Euro, im zweiten 720, im dritten 1020 und im Abschlussjahr 1070 Euro.

Damit blieben die Sozialpartner mit der Erhöhung der Kollektivverträge deutlich hinter den Abschlüssen in der Metallindustrie. Noch deutlicher liegt der Abschluss unter der Teuerungsrate der aktuellen EU-Herbstprognose für das kommende Jahr: Diese wird für Österreich von der EU-Kommission mit 1,8 Prozent prognostiziert, das Wifo geht von einer Steigerung der Inflationsrate auf 1,7 Prozent aus. Treten diese Prognosen ein, bedeutet das einen Reallohnverlust für die Handelsangestellten.

Peter Buchmüller, der Chefverhandler der Arbeitgeberseite, und Franz Georg Brantner, Verhandlungsleiter der Arbeitnehmervertreter, zeigten sich vor allem von der Einigung für die Lehrlinge begeistert, für die es eine deutliche Anhebung ihres Einkommens gebe. Dass der Abschluss bei den Erwachsenen hinter den Metallern blieb, verteidigte Brantner damit, dass es sich nun einmal um sehr unterschiedliche Branchen handle.

Sechste Urlaubswoche nach 25 Jahren Arbeit kommt nicht
Eine sechste Urlaubswoche nach 25 Jahren Arbeit auch dann, wenn man nicht bei der gleichen Firma gearbeitet hat, kommt nicht. Das sei bei den Arbeitgebern leider nicht durchsetzbar gewesen, so Brantner.

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