Mi, 22. November 2017

Atomkoffer-Übergabe

09.11.2016 19:59

In 72 Tagen könnte Trump Zivilisation auslöschen

Die gescheiterte Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hatte während des US-Wahlkampfs mehrmals vor der Gefahr gewarnt, die vom letzlich siegreichen Donald Trump als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte ausgehen könnte. "Trump darf die Atomcodes nicht bekommen", lautete der eindringliche Appell an das Wahlvolk. Nun wird genau dieser "gefährliche Mann" nach seiner Angelobung am 20. Jänner den auch "Nuclear Football" genannten Atomkoffer überreicht bekommen. Damit wird der umstrittene Milliardär in der Lage sein, Atomraketenangriffe zu starten.

Sein Aussehen ist unscheinbar, doch sein Inhalt könnte die Apokalypse auslösen: Ein Lederkoffer, von einem Adjutanten getragen, wird auch den gerade erst gekürten 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten auf Schritt und Tritt begleiten.

"Roter Knopf" nur eine Legende
Der gut 20 Kilogramm schwere Atomkoffer, in den USA "Nuclear Football" genannt, macht es möglich, unmittelbar auf einen drohenden nuklearen Angriff zu reagieren. Dass der Präsident dabei nur auf einen "roten Knopf" drücken müsse, gehört aber ins Reich der Legenden.

Der Koffer stellt im Ernstfall die Kommunikation mit der Militärführung im Verteidigungsministerium sicher und bestätigt die Identität des mächtigsten Mannes der Welt. Damit das Ganze funktioniert, trägt der Präsident die Codes zur Identifizierung auf einer Plastikkarte bei sich - im Volksmund "Biscuit" (Keks) genannt.

In Frankreich und Russland ähnliche Systeme im Einsatz
Die Geschichte und der genaue Inhalt des Koffers unterliegen der Geheimhaltung. Seine Ursprünge lassen sich wohl auf die Kubakrise vom Oktober 1962 zurückführen. Das erste bekannte Foto entstand am 10. Mai 1963 auf dem Anwesen von US-Präsident John F. Kennedy. Über vergleichbare Systeme verfügen mit Frankreich und Russland, wo die Tradition der Atomkoffer zu Sowjetzeiten Anfang der 1980er-Jahre entstand, auch andere große Atommächte.

"Krone"-Experte Kurt Seinitz erklärt im Interview mit krone.tv, warum sich Europa nun "anschnallen muss":

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