Mo, 20. November 2017

Trotz „Differenzen“

09.11.2016 19:10

Obama: Müssen friedliche Übergabe garantieren

Nach der mit Spannung erwarteten ersten Rede von Hillary Clinton nach ihrer Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen am Mittwochvormittag (Ortszeit) ist auch Präsident Barack Obama vor die Presse getreten und hat seine Sicht der Dinge dargelegt. "Es ist kein Geheimnis, dass Donald Trump und ich einige signifikante Unterschiede haben", sagte Obama am Mittwoch im Rosengarten des Weißen Hauses. "Aber denken wir acht Jahre zurück - auch George W. Bush und ich hatten einige solcher signifikanten Unterschiede." Trotzdem sei die Zusammenarbeit gut gelungen - ganz im Interesse Amerikas.

Daran wolle er sich nun ein Beispiel nehmen. "Ein friedlicher Übergang der Macht ist eines der wichtigsten Kennzeichen unserer Demokratie", sagte Obama. "Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten", so Obama. Das habe ihm auch Trump in einem nächtlichen Telefongespräch zugesichert, was ihn, Obama, bewegt habe.

"Die Präsidentschaft ist größer als wir", sagte Obama. Für Donnerstag hat er Trump ins Weiße Haus eingeladen, um die weitere Übergabe zu besprechen. Demokratie sei manchmal hart und herausfordernd, so der scheidende Präsident. An die Adresse der jungen Menschen sagte Obama: "Werdet jetzt nicht zynisch. Es bleibt richtig, für das zu kämpfen, an das man glaubt." Er selbst habe schon Wahlen verloren - so sei das Wesen der Politik, wenn Menschen wählten. "Wir lecken unsere Wunden und gehen zurück in die Arena. Und beim nächsten Mal versuchen wir, es besser zu machen."

"Die Sonne ist wieder aufgegangen"
Zu Beginn seiner Rede hatte Obama Anspielungen auf seine Hoffnung verbreitende Videobotschaft vom Vortag gemacht: "Gestern habe ich gesagt, dass heute die Sonne wieder aufgehen wird. Seht ihr, die Sonne ist aufgegangen. Diese Prognose ist eingetroffen." Trotz der Wahlschlappe und der großen Enttäuschung im Lager der Demokraten sprach Obama Clinton großes Lob aus: "Ich könnte nicht stolzer auf sie sein. Sie hat Großartiges geleistet. Ihre Kampagne war historisch."

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