Sa, 18. November 2017

Jubel in Kenia

09.11.2016 17:09

Obamas Halbbruder freut sich über Trumps Triumph

Barack Obamas Halbbruder Malik hat sich bereits im US-Wahlkampf als großer Fan von Donald Trump hervorgetan. Nun macht Malik aus seiner Freude über den Sieg des republikanischen Kandidaten keinen Hehl. Der 58-Jährige, ein Muslim aus einem kleinen Dorf im Westen Kenias, gratulierte Trump auf Twitter und nannte die unterlegene Kandidatin Hillary Clinton "betrügerisch" - so wie es Trump während seines Wahlkampfs getan hatte.

Malik hat sich wiederholt gegen seinen berühmten Bruder gewandt. Er wirft ihm Unehrlichkeit und die Vernachlässigung seiner kenianischen Verwandtschaft vor - gleichzeitig soll er Medienberichten zufolge Tausende Dollar aus dem Verkauf von Briefen des jungen Barack Obama eingenommen haben.

Twittert mit Trump-Kappe
Malik, der auch die US-Staatsbürgerschaft hat und seit 1985 an den US-Wahlen teilnimmt, hatte sich spät, aber dafür umso lauter als Trump-Fan bekannt. Er ahmte auch den Twitter-Stil seines Idols nach, der von Großbuchstaben, Rechtschreibfehlern und Beleidigungen geprägt ist, und zeigte sich auf seinem Profilfoto mit einer roten Trump-Wahlkampfmütze. In seiner Bewunderung für Trump ging er so weit, den weißen Immmobilienmilliardär sogar als "Wiedergeburt" des legendären Schwarzen-Aktivisten Malcolm X (Bild unten) zu bezeichnen.

An Trumps Wahlkampfrhetorik störte sich Malik offenbar nicht. Der Republikaner hatte etwa ein Einreiseverbot für Muslime gefordert und versucht, die kenianische Herkunft des US-Präsidenten politisch auszuschlachten. Trumps Behauptung, Barack Obama sei in Kenia geboren, entkräftete der Staatschef, indem er seine Geburtsurkunde präsentierte. Der US-Präsident wurde in Hawaii als Sohn einer US-Bürgerin und eines Kenianers geboren. Sein Vater verließ die Familie und das Land, als Barack zwei Jahre alt war.

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