Di, 21. November 2017

Aktion zur Vorsorge

08.11.2016 18:02

Kurzsichtigkeit bedroht unsere Kinder

Rund 1500 Betroffene betreut der Salzburger Blindenverband - jetzt startet man ein groß angelegtes Präventionsprogramm, das vor allem die Gefahren von Handy- und Bildschirmbelastung für Kinder aufzeigt. "Vorrangig ist dabei die Information der oft ahnungslosen Eltern" , sagt Verbands-Obmann Josef Schinwald.

Mit einer Plakataktion und einer Broschüre, an der Prof. Herbert Reitsamer, Chef der SALK-Augenklinik federführend mitgewirkt hat, geht der Verband in die Offensive. "Es geht natürlich um Vorsorge, weil die Gefahren für Kinder wegen der zunehmenden Belastung durch Bildschirme enorm wachsen. Vom Gameboy übers Handy bis zum Fernsehen", warnt Schinwald, der selber mit einer Beeinträchtigung der Augen zur Welt kam. Die Fakten dazu erhärten sich, Primar Reitsamer rechnet mittelfristig mit enormen Zuwachsraten bei Kurzsichtigkeit. "Auch volkswirtschaftlich ein wesentliches Problem."

Die Plakatkampagne des Verbandes will wiederum vor allem darauf hinweisen, dass technische Hilfen wie ein kombiniertes Bildschirm-Lesesystem für schwer Sehbehinderte über 5000 Euro kostet. Ein Hilfsmittel, das nur zum Teil von der Krankenkasse finanziert wird. Den Rest muss der Betroffene selber aufbringen oder auf Unterstützung durch den Verband hoffen, der selber freilich auch nicht üppig budgetiert ist. Auch Schauspieler Werner Friedl, der tiefes Mitgefühl für Blinde empfindet, hilft der Aktion mit seiner Lesung ’Heiteres&Weiteres’ am 11. November (19h) im Verbandshaus, Schmiedingerstr. 62.

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