Mi, 17. Jänner 2018

Temperaturen schuld?

11.11.2016 17:00

Im Herbst von Kopf bis Fuß verspannt

Gerade in der ungemütlichen Herbstzeit plagen uns vermehrt Rückenschmerzen. Warum ist das so?

Kaum hat uns die kalte Jahreszeit erreicht, treten Rückenprobleme wieder vermehrt auf. Sind die Temperaturen um den Gefrierpunkt schuld? Nicht unbedingt. Viel eher verantwortlich für die Schmerzen der Kehrseite tragen jene Gewohnheiten, die sich mit den trüben Tagen einschleichen. Vor allem der jahreszeitbedingte Bewegungsmangel stellt eines der größten Probleme für das "Kreuz" dar.

Selbst für kurze Wege verwendet man eher das Auto als Beine oder Drahtesel. "Die dadurch entstehenden Verspannungen führen dann zu den typischen Beschwerden im Wirbelsäulenbereich", erläutert OA Dr. Patrick Mader, Facharzt für Orthopädie am Landesklinikum Wiener Neustadt und in Wien.

Zusätzlich für Muskelverhärtungen sorgen auch grippale Infekte und Stress. Denn wer unter Druck oder ängstlich ist, verkrampft unbewusst die Muskeln im Rücken-Nacken-Bereich. Dadurch werden Nerven eingeklemmt, die Schmerzsignale ans Gehirn senden. Deshalb auch für regelmäßig Entspannung sorgen. Ausgezeichnet funktioniert das "Abschalten" im stressigen Herbst mit Bewegung. Und für ein effizientes Vorsorgeprogramm muss man nicht einmal hinaus in die Kälte. "Die meisten Indoor-Sportarten wie Schwimmen, Yoga, moderates Krafttraining oder Pilates stärken die Rückenmuskulatur", so OA Dr. Mader.

Auch im Büro kann man zwischendurch immer wieder Lockerungs- und Kräftigungsübungen einbauen, damit Gelenke und Muskeln während der Herbst- und Winterpause nicht gänzlich "einrosten".

Wen arge Rückenpein plagt, der sollte allerdings sofort reagieren. "Unternimmt man nämlich nichts gegen die Beschwerden, fördert das eine Schonhaltung. Diese verstärkt die Verspannungen noch weiter. Zudem können Schmerzen auf Dauer chronisch werden", warnt OA Dr. Mader. Neben Arzneien vom Arzt hilft vor allem Wärme den "beleidigten Muskeln".

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