Mi, 22. November 2017

610.000 € Schaden

07.11.2016 17:48

„Radl-Bande“ verübte 500 Einbrüche

Geschäftsreisende in Sachen Diebstahl: Kriminalisten konnten nun eine ungarische Bande ausheben, die nur für Coups über die Grenze kam, serienweise Einbrüche verübte und vorrangig auf Fahrräder aus war. Eine Verfolgungsjagd bei Asten führte auf die Spur der Täter, die bei 500 Coups 610.000 € Schaden angerichtet hat.

In Ober- und Niederösterreich häuften sich Kellereinbrüche, als ein Bewohner einer Siedlung bei Asten am 17. August um 1.45 Uhr früh den entscheidenden Tipp gab: Er hätte mehrere Personen bei Fahrradkellern beobachtet. Polizisten stellten aufgebrochene Abteile fest, nahmen die Fahndung auf und entdeckten ein verdächtiges Fahrzeug. Die Insassen versuchten zu flüchten, rasten aber schließlich über eine Straßenböschung.

Ungarn wurden festgenommen
Ein 59- und ein 37-jähriger Mann sowie eine 30-jährige Frau, alle aus Ungarn, wurden festgenommen, weiteren Komplizen gelang die Flucht. Bei der Einvernahme zeichnete sich ab, dass diese Gruppe in den vergangenen Wochen bei Kellereinbrüchen mehr als 200 Fahrräder gestohlen hatte.

Dank guter Zusammenarbeit des LKA Oberösterreich mit den ungarischen Behörden wurde bekannt, dass die Bande weitere Einbruchsfahrten nach Österreich plant. Am 29. September konnten daraufhin in Stockerau (NÖ) fünf Ungarn im Alter von 26 bis 35 Jahren mit 22 gestohlenen Fahrrädern erwischt werden. Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich das ganze Ausmaß der Banden-Tätigkeit heraus: Die "Radl-Bande" hatte in Nieder- und Oberösterreich sowie in Salzburg insgesamt 500 Kellereinbrüche verübt. Dabei stahl sie 350 Fahrräder, Skier und Skiausrüstung, aber auch Autoreifen, Werkzeug und Anglerzubehör im Wert von 550.000 Euro. Bei den Coups richtete die Bande zudem 60.000 Euro Sachschaden an. Sieben Verdächtige sind nun in Linz in Haft.

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