Sa, 18. November 2017

„Blitzschule“

08.11.2016 06:15

Mit 66 Unterschriften zu 3692,10 € netto vom AMS

Während Kursteilnehmer bei privaten Bildungseinrichtungen oder in der Volkshochschule sonst für ihre Weiterbildung zahlen müssen, geht's in Wien und Niederösterreich auch anders: Da werden Hunderte Asylberechtigte mit monatlich 738 Euro dafür belohnt, dass sie in nur 100 Tagen acht Jahre Pflichtschule nachholen.

23,82 Euro pro Tag, auch für jeden Sonn- und Feiertag, wird an die Asylberechtigten und die wenigen österreichischen Teilnehmer der Kurse "Nachholung des Pflichtschulabschlusses" an privaten Bildungsinstituten und in der Volkshochschule ausbezahlt.

Für diese "Deckung des Lebensunterhalts" müssen die Teilnehmer laut AMS zwei Drittel der Kursdauer anwesend sein - und diese variiert je nach Institut von fünf Monaten (also 100 Werktagen) bis zu einem Jahr. "Die schlecht Deutsch sprechenden Migranten schaffen also Volks- und Hauptschule in nur 100 Tagen, während unsere Kinder acht Jahre brauchen", informierte jetzt eine Pädagogin, die bei einem dieser Kurse unterrichtet, die "Krone".

"Viele tauchen erst um 11 Uhr auf"
So sei üblich, dass "viele Kursteilnehmer erst um 11 Uhr auftauchen, auf der Anwesenheitsliste unterschreiben und wieder verschwinden". Fazit: Mit 66 Unterschriften - mehr sind nicht nötig - gibt's für fünf Monate Kurs 3692,10 Euro netto. "Und wie durch ein Wunder schaffen dann fast alle Teilnehmer die Externistenprüfung", kritisiert die Pädagogin, dass diese "Schüler" den Wert des Hauptschulabschlusses "massiv mindern".

Wie viele Asylberechtigte tatsächlich die Externistenprüfung schaffen, muss im Wiener Stadtschulrat erst erhoben werden - eine Evaluierung, was dieses 5,8 Millionen Euro teure Bildunsgprogramm tatsächlich bringt, war somit noch nie möglich.

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