Mi, 22. November 2017

Voting als Vorbote

07.11.2016 11:20

Clinton gewinnt im US-Kinderkanal deutlich

Eine Wahl hat Hillary Clinton in diesem Herbst schon gewonnen: Bei der vom US-Kinderkanal Nickelodeon, bekannt für Sendungen wie Spongebob Schwammkopf, seit 1988 organisierten Abstimmung setzte sich die demokratische Präsidentschaftskandidatin mit 53 Prozent deutlich gegen ihren republikanischen Herausforderer Donald Trump durch. Dieser konnte bei dem Voting, das in der Vergangenheit lediglich einmal bei der Wahl des Präsidenten daneben lag, lediglich 36 Prozent der Kinderstimmen für sich gewinnen.

Insgesamt hätten sich heuer 905.928 Kinder und Jugendliche an der von der Sendung "Nick News with Linda Ellerbee" organisierten Internet-Abstimmung beteiligt, hieß es. Eine durchaus beeindruckende Zahl, wurden doch bei der letzten Abstimmung im Jahr 2012 lediglich rund 500.000 Stimmen gezählt.

Clinton konnte bei der Sendung 53 Prozent der jungen Wähler von sich überzeugen, für Milliardär Trump erwärmten sich hingegen nur 36 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Der dritte Kandidat, der libertäre Gary Johnson, schaffte es auf beachtliche 11 Prozent - bei aktuellen Umfragen kommt Johnson gerade einmal auf 4 Prozent.

Kandidaten hatten diesmal keine Zeit für Kindersendung
In der Vergangenheit hatten die Kandidaten, darunter auch Barack Obama und George W. Bush, die Fragen der Kinder beantwortet und diese ermutigt, bei der Abstimmung mitzumachen. In diesem Jahr gab es hingegen weder von Trump noch von Clinton eine Beteiligung. Stattdessen erstellte Nickelodeon Videos, um die Kinder über die einzelnen Bewerber, ihre Geschichte, das Familienleben und ihre Politik zu informieren. Die Videos aller Kandidaten waren dabei durchwegs positiv gestaltet, auf die Erwähnung von kontroversen Themen wurde verzichtet.

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Kinder lagen bei sechs von sieben Präsidentschaftswahlen richtig
Der US-Kindersender verwies auf seiner Website mit Blick auf die Präsidentenwahl am 8. November darauf, dass bei "Kids pick the president" die Abstimmungen der Kinder bei sechs von sieben vorangegangen Wahlen mit dem Ergebnis der Erwachsenen übereinstimmten. 2004 hatten sich die Kinder mehrheitlich für den demokratischen Bewerber John Kerry entschieden, die Erwachsenen wählten damals dagegen erneut George W. Bush zum Präsidenten.

In sozialen Netzwerken sorgte das nunmehrige Abstimmungsergebnis jedenfalls für Freude.

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