Di, 24. April 2018

Nächtlicher Beutezug

06.11.2016 20:07

Beamte in Zivil schnappten Dieb im Univiertel

In Graz wurde Samstagnacht ein Algerier bei einem Gelddiebstahl ertappt, doch der Staatsanwalt musste ihn gemäß der geltenden Gesetzeslage laufen lassen. Der 31-Jährige schien zu bereuen, doch das glaubte ihm die Polizei nicht. Beamte in Zivil folgten ihm - und wurden Zeugen einer weiteren Straftat. Jetzt "sitzt" er.

Gegen 22 Uhr wurde der Asylwerber in einem Lokal in der Elisabethstraße von zwei Gästen beobachtet, als er einer 20-Jährigen die Geldbörse aus der Handtasche stehlen wollte. Die Zeugen bewiesen Mut und hielten den 31-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

"Mangels Dolmetsch war eine Befragung unmöglich", berichtet ein erhebender Beamter. "Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er auf freiem Fuß angezeigt, und wir mussten ihn um Mitternacht laufen lassen."

140 gestohlene Euro im Schuh versteckt
Der Asylwerber ist amtsbekannt. Dieser Umstand und "ein Bauchgefühl" waren die Gründe, warum zwei Polizisten in Zivil dem 31-Jährigen folgten. Sie sahen, wie ihm im Uni-Viertel der Eintritt in zahlreiche Lokale verwehrt wurde. Doch dann, um 1.15 Uhr, wurden sie Zeugen, wie der Algerier fluchtartig ein Gasthaus in der Leonhardstraße verließ.

Die Polizisten stoppten den Verdächtigen. Dann stellte sich heraus, dass er Geld aus der Kellnerbrieftasche gestohlen hatte. 250 Euro trug er bei sich, 140 Euro hatte er im rechten Schuh versteckt. Nun gab es für den Wiederholungstäter kein Pardon mehr. Er ging in Haft.

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