Di, 21. November 2017

Salzburger Buchwoche

06.11.2016 18:55

Fellini und die Superheldinnen...

Das Leseverhalten vermag Smartphone, Kindle und Co. zwar verändern, die Leselust zu bremsen aber hoffentlich nicht! Richtig Lust zum Schmökern machen auf jeden Fall die "Salzburger Buchtage", die bis inklusive 10. November mit einer Menge literarischer Schmankerln aufwarten.

"Im Wifi laden Salzburgs Verlage rund um Otto Müller, Pustet, Residenz, Ecowin oder Jung & Jung zu einer Kinder- und Jugendbuch-Ausstellung, außerdem werden Montag bis Donnerstag Gabriele Rittig Heidelinde Zimmermann, Gabriele Diechler und Manfred Theisen Lesungen für Schulklassen gestalten", verrät Klaus Seufer-Wasserthal von der Rupertus Buchhandlung. Bereits dieses Wochenende konnte man sich im Garten der "Blauen Gans" Gedichte von der Wäscheleine pflücken, in der Buchhandlung Stierle in die Sagenwelt des Untersbergs eintauchen, in der Academy Bar die Bekanntschaft von Barbi Markovićs Superheldinnen machen oder sich bei Tatjana Rasbortschan ganz nach dem Motto "So schmeckt Österreich" Gusto auf regionale Produkte holen.

Ganz besonders "mundete" aber der mittlerweile neunte Laurenti-Krimi von Veit Heinichen. Klar, schließlich schafft es der deutsche Autor, der seit über 20 Jahren für seine Bücher in Triest ermittelt, auch in seinem neuesten Werk "Die Zeitungsfrau" den blutigen beruflichen Alltag seines Commissarios mit den Genüssen der Küche und Weinberge der ehemals habsburgischen Hafenstadt zu vereinen. Dabei blendet der Fellini des Kriminalromans aber in keinster Weise politische Themen wie etwa die Flüchtlings- oder Finanzkrise aus.

"Zählt zu den besten Krimiautoren"
"In meinem Büchern findet das ganze Leben Platz. Schließlich hat gut recherchierte Literatur auch die Aufgabe Themen zu enttabuisieren. Welchen Reim sich der Leser daraus macht, ist jedem selbst überlassen", betonte der Schriftsteller im Rahmen seiner Lesung, der auch Wirtschaftskammer-Vizepräsident Peter Genser mit Spannung lauschte. "Ich widme mich normalerweise eher Sachbüchern oder der Jagd-Literatur, aber nach dem heutigen Abend darf auch ein Kriminalroman auf meinem Nachttisch nicht mehr fehlen." Fachgruppengeschäftsführerin Eva Reitsperger ist ohnehin schon lange ein Heinichen-Fan. "Er zählt für mich zu den besten Krimiautoren." Na dann, wird sie seinem neuen Politthriller, der nächstes Jahr erscheinen soll, bestimmt entgegenfiebern.

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