So, 22. Oktober 2017

Kleine(re) Fusion

06.11.2016 18:13

Peuerbach schluckt nun Bruck-Waasen

Ein Wechselbad der Gefühle im Bezirk Grieskirchen: Die Fusions-Abstimmungen in drei Orten mit ÖVP-Bürgermeistern brachten nur eine Zwei-Drittel-Lösung: Peuerbach darf  Bruck-Waasen knapp "schlucken", doch die kleinste Gemeinde, Steegen, bleibt selbstständig. Landespolitiker gratulieren den Fusionswilligen erfreut.

Steegen, die Heimatgemeinde des ehemaligen SPÖ-Chefs und Landesrat Reinhold Entholzer, bleibt solo, was am streitbaren ÖVP-Ortschef Herbert Lehner und seiner Warnung vor den Peuerbacher Schulden liegt. 56,2 Prozent seiner Schäfchen stimmten am Sonntag gegen die Fusion, die kleinste der drei Gemeinden bleibt selbstständig.

In Bruck-Waasen ging die Volksbefragung knapp für die Fusion aus, nach einer sehr emotionalen und auch  komischen Schlussphase, wie Bürgermeister Peter Sattlberger anmerkte: Nur 51,6 Prozent der teilnehmenden Wähler sagten Ja.

Bedauern über den "Pferdefuß"
Peuerbachs Bürgermeister Wolfgang Oberlehner bedauert "den Pferdefuß", den die Fusionsidee durch Steegens Alleingang bekommen habe: "Es wäre besser für die Region gewesen, wenn sich alle drei zusammengeschlossen hätten."

2017 wird das Jahr der konkreten Fusionsvorbereitungen von Peuerbach und Bruck-Waasen, 2018 ist es schließlich so weit. Des Steegeners Reinhold Entholzer Nachfolgerin als Gemeindereferentin, SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer, meint zwar, dass die positiven Effekte eines Dreiergespanns noch größer gewesen wären, als beim  jetzigen Fusions-Duo, sie sagt aber: "Auch die Zusammenlegung der Gemeinden Bruck-Waasen und Peuerbach ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."

Grüne loben Peuerbach
Die Grünen loben Peuerbach und Bruck-Waasen fürs Ja  zum Zusammenlegen, das in Peuerbach mit 92,31 Prozent Zustimmung am stärksten war. In Steegen sei die  Bürgermeisterpartei nicht hinter der Fusion gestanden und habe so die Menschen verunsichert.

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