Do, 18. Jänner 2018

Radfahrerin getötet

05.11.2016 18:58

Todeslenker im Visier der Polizei-Techniker

Sechs Tage fahndet die Polizei bereits nach dem geflüchteten Unfalllenker von Zell am Moos. Trotz Appellen hat sich der Täter noch immer nicht gestellt. Dass er sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen sollte, zeigt ein Fall aus dem Jahr 2009. Damals konnte der Fahrer allein aufgrund von Tatortspuren ausgeforscht werden.

Der tödliche Unfall hatte sich am 27. November 2009 auf der St. Wolfganger Landesstraße bei Strobl ereignet. Zwei Schüler aus Wien - 13 und 14 Jahre alt - wurden gerammt, als sie zu Fuß die Straße überqueren wollten. Der 14-Jährige war sofort tot, sein Cousin schwer verletzt. Der Unfall-Verursacher, ein 37-jähriger Oberösterreicher, ergriff damals die Flucht und versteckte sein Auto zwei Tage lang in einer Scheune. Aufgrund sichergestellter Fahrzeugkleinteile gelang es den Ermittlern, das Fahrzeugmodell auszuforschen. Es handelte sich um einen blauen VW-Passat älteren Baujahrs. Im Februar 2012 wurde der Mann wegen fahrlässiger Tötung vom Oberlandesgericht Linz zu einer unbedingten Geldstrafe von 720 Euro verurteilt. Sein Glück: Eine mögliche Alkoholisierung bei der Todesfahrt war nicht nachweisbar.

Tatortgruppe des Landeskriminalamtes ermittelt
Im aktuellen Fall hat die Tatortgruppe des Landeskriminalamts ebenfalls Spuren des Unfallwagens sichergestellt, die noch nicht vollständig ausgewertet sind. Es gibt auch zahlreiche Hinweise auf das Täterfahrzeug und den Lenker. Der Unfall-Rowdy hatte - wie berichtet - im Bereich einer 70-km/h-Zone und trotz Sperrlinie ein anderes Fahrzeug überholt und dabei die 53-jährige Hannelore F. frontal gerammt. Die Frau starb zwei Stunden später im Krankenhaus an den Verletzungen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden