Sa, 18. November 2017

Radfahrerin getötet

05.11.2016 18:58

Todeslenker im Visier der Polizei-Techniker

Sechs Tage fahndet die Polizei bereits nach dem geflüchteten Unfalllenker von Zell am Moos. Trotz Appellen hat sich der Täter noch immer nicht gestellt. Dass er sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen sollte, zeigt ein Fall aus dem Jahr 2009. Damals konnte der Fahrer allein aufgrund von Tatortspuren ausgeforscht werden.

Der tödliche Unfall hatte sich am 27. November 2009 auf der St. Wolfganger Landesstraße bei Strobl ereignet. Zwei Schüler aus Wien - 13 und 14 Jahre alt - wurden gerammt, als sie zu Fuß die Straße überqueren wollten. Der 14-Jährige war sofort tot, sein Cousin schwer verletzt. Der Unfall-Verursacher, ein 37-jähriger Oberösterreicher, ergriff damals die Flucht und versteckte sein Auto zwei Tage lang in einer Scheune. Aufgrund sichergestellter Fahrzeugkleinteile gelang es den Ermittlern, das Fahrzeugmodell auszuforschen. Es handelte sich um einen blauen VW-Passat älteren Baujahrs. Im Februar 2012 wurde der Mann wegen fahrlässiger Tötung vom Oberlandesgericht Linz zu einer unbedingten Geldstrafe von 720 Euro verurteilt. Sein Glück: Eine mögliche Alkoholisierung bei der Todesfahrt war nicht nachweisbar.

Tatortgruppe des Landeskriminalamtes ermittelt
Im aktuellen Fall hat die Tatortgruppe des Landeskriminalamts ebenfalls Spuren des Unfallwagens sichergestellt, die noch nicht vollständig ausgewertet sind. Es gibt auch zahlreiche Hinweise auf das Täterfahrzeug und den Lenker. Der Unfall-Rowdy hatte - wie berichtet - im Bereich einer 70-km/h-Zone und trotz Sperrlinie ein anderes Fahrzeug überholt und dabei die 53-jährige Hannelore F. frontal gerammt. Die Frau starb zwei Stunden später im Krankenhaus an den Verletzungen.

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