Mi, 24. Jänner 2018

Verhandlungen

05.11.2016 16:51

Molkerei-Chef: Kärntner Bauern können hoffen!

Von der Erhöhung des Preises für Milch und Butter durch den Handel haben die Bauern bislang kaum profitiert. Von den 10 Cent, die der Konsument mehr zahlen muss, bekommen die Produzenten nur ein bis zwei Cent. Helmut Petschar, Chef der Kärntnermilch-Molkerei, macht Hoffnung: "Wir verhandeln mit unseren Handelspartnern. Es könnte Verbesserungen für Landwirte geben."

Der Wegfall der EU-Quote hat ja im Frühjahr in Europa zu einer wahren Milchschwemme mit anschließendem katastrophalen Preisverfall geführt.

Kärntnermilch-Chef Helmut Petschar, er ist auch Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter: "Damals sind aufgrund des Überangebotes an Milch aber auch die Preise für die Konsumenten gesenkt worden. Die derzeitige Erhöhung ist faktisch nur die Rücknahme der seinerzeitigen Senkung." Inzwischen ist aber wieder weniger Milch auf dem Markt.

Petschar: "Viele Bauern habe aufgehört, ihre Kühe verkauft, weil sie nicht mehr überleben konnten. Derzeit herrscht in Europa eine Fettknappheit durch fettärmere Milch, da die Kühe weniger Nährstoffe und weniger Kraftfutter erhalten."

Die Milchverarbeiter werden mit dem Handel sprechen, damit die Produzenten mehr von den Preiserhöhungen profitieren. Petschar: "Wir von der Kärntnermilch zahlen unseren Lieferanten rückwirkend mit 1. September um 1,7 Cent netto mehr pro Liter. Derzeit liegt unser Literpreis bei 29,5 Cent und wird bald über 30 Cent steigen. Wir zahlen ja seit Jahren österreichweit die höchsten Preise."

Schwierig bei den Verhandlungen sei jedoch, dass eine Erhöhung des Konsumentenpreises für Milch und Butter nur minimal an die Produzenten weitergegeben werden kann. Petschar: "Wir haben nicht nur Milch und Butter, sondern mehr als 400 verschiedene Artikel im Sortiment."

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