Do, 19. Oktober 2017

Schul-Aus verhindern

04.11.2016 16:05

Jetzt droht ein Bauernaufstand

Nach Bekanntwerden der Schließung der Landwirtschaftlichen Schule in Tulln regt sich großer Unmut. Absolventen und Eltern wollen ihre Kinder nicht an entlegene Standorte zur Ausbildung schicken. Die fehlende Hilfe der Schüler auf deren elterlichen Höfen und ein Fachkräftemangel in der Region werden befürchtet.

Leopold Figl und Josef Reither, die zwei großen Agrarpolitiker aus dem Tullnerfeld, würden sich wohl bei dieser Entscheidung im Grab umdrehen. Die Schließung der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln ist aber auch für den Absolventenverband und den Elternverein einfach inakzeptabel. "Der Schulstandort glänzt seit jeher durch innovative Ideen für die gesamte Region. Wir wollen unsere Kinder nicht anderswo ins Internat stecken müssen", betont Friedrich Aflenzer vom Elternverein. Mit einem Schreiben im Namen der insgesamt 1500 Absolventen wird jetzt Landeshauptmann Erwin Pröll um Hilfe ersucht. Die Landesregierung soll die Umstrukturierung der Fachschulen neu überdenken.

Viel schlimmer als die Schließung der Ausbildungsstätte sind für Aflenzer aber die Hintergründe der Überlegungen: "Die Stadtgemeinde will die Ackerflächen der Schule als Baugebiet verwenden. Für die Landwirtschaft ist im Bezirk wohl kein Platz mehr." Aus dem Rathaus heißt es, diese Pläne seien derzeit noch gar nicht spruchreif. Für die Betroffenen aber ein Schlag ins Gesicht. "Wir werden bis zum Schluss um den Erhalt des Standortes kämpfen. Das sind wir der Region und den Bauern schuldig", ist sich die Landwirtschaft einig.

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