So, 19. November 2017

Neues Flaggschiff

03.11.2016 22:47

„Keine Explosionen“: Huawei enthüllt Mate 9

Der Zeitpunkt könnte besser nicht sein: Inmitten der Aufregung um explodierende Akkus bei Samsungs Galaxy Note 7 hat Huawei am Donnerstag in München sein neues Smartphone-Flaggschiff vorgestellt: das Mate 9. Seitenhiebe auf den um Schadensbegrenzung bemühten Rivalen aus Südkorea blieben da nicht aus. "No Explosions" - "keine Explosionen" - versicherte Huawei-Chef Richard Yu bei der Präsentation. Das Mate 9 kann allerdings noch mehr außer nicht in die Luft zu gehen.

Mit dem Mate 9 hat sich Huawei ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: schneller und ausdauernder als die Konkurrenz soll es sein, auch nach vielen Monaten der Nutzung; zudem einfach zu bedienen. Der 190 Gramm schwere und 15,69 x 7,89 x 0,79 cm große Android-7-Bolide im Metall-Chassis versteckt unter seinem 5,9 Zoll großen Full-HD-Display (373 ppi) dafür reichlich Technik. Das Wichtigste: der brandneue und hauseigene Kirin-960-Prozessor, dessen acht Kerne gegenüber dem Mate 8 eine Performancesteigerung um 18 Prozent versprechen, während der Stromverbrauch zugleich um 15 Prozent gesunken sein soll.

Stolze 180 Prozent mehr Grafikpower gegenüber dem Vorgänger soll indes die GPU (Mali-G71 MP8) liefern. Davon profitieren sollen vor allem Spiele, auch in der virtuellen Realität, unterstützt das Mate 9 doch als eines der ersten Smartphones Googles Daydream-Headset. Zur weiteren Ausstattung zählen vier Gigabyte RAM, 64 Gigabyte interner Speicher (erweiterbar mittels microSD um bis zu 256 Gigabyte), ein Dual-SIM-Slot, Dual-Band-WLAN, LTE, Bluetooth 4.2, NFC, ein Fingerabdrucksensor, eine Infrarot-Fernbedienung sowie ein integrierter Magnet. Mittels diesem lässt sich das Mate 9 elegant an eine optionale Halterung fürs Auto andocken.

Verbesserte Kamera
Seine bereits bekannte und zusammen mit Leica entwickelte Dual-Kamera hat Huawei für das Mate 9 noch einmal entscheidend verbessert. Die zweite Kamerageneration verfügt über einen 12-Megapixel-RGB-Sensor sowie einen 20-Megapixel-Monochrom-Sensor für Schwarz-Weiß-Aufnahmen, einen optischen Bildstabilisator, der vor allem bei wenig Umgebungslicht zu besseren Resultaten führen soll, einen Hybrid-Fokus und filmt in 4K.

Ausdauernder Akku
Der mit 4000 Milliamperestunden großzügig bemessene Akku soll dafür sorgen, dass dem Mate 9 beim Fotografieren und anderen Anwendungen nicht vorschnell der Saft ausgeht. Huawei verspricht zwei Tage Laufzeit bei normaler Nutzung, und wird es doch einmal eng, soll eine Schnellladefunktion den Akku binnen 30 Minuten zu 58 Prozent laden. Geladen wird per USB C, ein Micro-USB-Adapter liegt bei. Heiß werden soll das Mate 9 dabei übrigens nicht - es sei um fünf Grad kühler beim Laden als Samsungs Galaxy S7 Edge. Und eben "explosionssicher".

Lernfähig
Bei der Bedienung setzt Huawei auf die neueste Version seiner eigenen EMUI-Benutzeroberfläche: Über 50 Prozent der Features können nun mit nur zwei Klicks gestartet werden, mehr als 90 Prozent mit drei Klicks. Unter der aufgeräumteren Oberfläche soll die Software indes durch eine intelligente und lernfähige Verhaltensmustererkennung dafür sorgen, dass bevorzugte Apps schneller starten und das Smartphone im Laufe der Monate dank spezieller Dateifragmentierung durch Updates und dergleichen mehr nicht langsamer wird.

Preis und Verfügbarkeit
Ob das Mate 9 hält, was es verspricht, sollen Nutzer hierzulande ab Anfang Dezember erproben können, wenn das Huawei-Smartphone in der Farbe "Space Gray" für 699 Euro in den Handel. Einen ausführlichen Test gibt es in Kürze auf krone.at.

Premium-Variante im Porsche-Design
In Zusammenarbeit mit Porsche Design - made in Zell am See - kündigte der Hersteller außerdem eine limitierte Luxus-Edition des Smartphones an, die "marktführende Technologien mit der einzigartigen Porsche-Design-Charakteristik" vereinen soll. Im Gegensatz zur Standard-Version bietet die vom Porsche 911 inspirierte Luxus-Variante ein 5,5 Zoll großes und mit 2560 x 1440 Pixeln auflösendes AMOLED-Display, sechs Gigabyte RAM sowie 256 Gigabyte internen Speicher. Kostenpunkt: 1395 Euro.

Huawei Fit
Mit 199 Euro deutlich günstiger: der zum Schluss vorgestellte Fitness-Tracker Huawei Fit. Bis zu sechs Tage am Stück soll er kontinuierlich am Stück Schritte zählen und den Pulsschlag messen und ist dabei bis zu 50 Metern Tiefe wasserdicht.

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