So, 19. November 2017

Viele Fälle geklärt

03.11.2016 16:33

„Die Polizei erwischt fast jeden Fahrerflüchtigen“

Die Chancen für den Todeslenker von Zell am Moos, dauerhaft unentdeckt zu bleiben, scheinen nicht allzu groß zu sein. "In den meisten Fällen werden flüchtige Unfalllenker erwischt", sagt Oberst Klaus Scherleitner, Chef der Landesverkehrsabteilung. Vor allem dank moderner technischer Fahndungsmethoden sei das möglich.

Rennrad-Fahrerin Hannelore F. (53) wurde - wie berichtet - am Montag auf der B 154 von einem Autoraser frontal gerammt.  Die Frau starb kurz darauf im Spital. Laut Zeugen war der Unfalllenker in einem weißen Kleinwagen unterwegs. Der Unbekannte drückte sich durch Flucht vor seiner Verantwortung. "Zurück am Unfallort blieben allerdings Lack-Spuren, die Rückschlüsse auf das Täterfahrzeug geben können", berichtet Klaus Scherleitner.

Kleinste Fahrzeugteile  wie Scheinwerfersplitter reichen aus, um  Unfall-Lenkern auf die Spur zu kommen. "Es gibt fast keinen Unfall, wo nicht etwas zurückbleibt", sagt der Chef der Verkehrspolizei. Scherleitner appelliert an den gesuchten Lenker, sich besser selbst zu stellen, bevor er ausgeforscht wird: "Vor Gericht wäre das sicherlich kein Nachteil." Es sei  für ihn außerdem besser, sein Gewissen zu entlasten und reinen Tisch zu machen. Im aktuellen Fall gingen immerhin mehrere erfolgversprechende Hinweise ein. Eine Zeugin beispielsweise will sich an das Bezirkskürzel der Kennzeichentafel des Täterfahrzeuges erinnern.

Trotz hoher Aufklärungsquote gibt es  Fälle, in denen Unfall-Lenker ungeschoren davon kamen. In Gramastetten hat im Sommer 2013 ein Verkehrsrowdy  durch ein riskantes Überholmanöver zwei Todesopfer verursacht. Der Täter - er chauffierte einen dunklen SUV - wurde bisher nicht ausgeforscht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden