Mi, 22. November 2017

Erst spät entdeckt

03.11.2016 15:14

Asteroid raste relativ knapp an Erde vorbei

In der Nacht auf Mittwoch ist ein circa sieben bis 22 Meter großer Asteroid, den Forscher erst wenige Stunden zuvor entdeckt hatten, ziemlich knapp an der Erde vorbeigeflogen. Am Allerseelentag um 1.32 Uhr früh raste der kosmische Brocken mit dem Katalognamen "2016 VA" in der - aus astronomischer Sicht - geringen Entfernung von knapp 80.000 Kilometern an unserem Planeten vorbei. Das entspricht einem Fünftel der Distanz zwischen Erde und dem Mond.

Entdeckt hat man 2016 VA erst einen Tag zuvor mithilfe des 152-Zentimeter-Steward-Observatory-Teleskops am Mount-Lemmon-Observatorium, rund 28 Kilometer nordöstlich von Tucson im US-Bundesstaat Arizona. Dieses ist Teil des Catalina Sky Survey, dessen Hauptaufgabe die Suche nach Kometen, erdnahen Objekten (kurz: NEO) und potenziell für die Erde gefährlichen Asteroiden ist.

Mit 77.000 km/h an Erde vorbeigerast
Nach Angaben von Experten des Minor Planet Center (MPC) in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts raste der kosmische Brocken mit einer Geschwindigkeit von rund 77.000 km/h an der Erde vorbei. Die MPC-Forscher schätzen, dass der Asteroid einen Durchmesser von rund zwölf Metern hatte, und damit in etwa so groß ist, wie jener Meteorit, der im Jahr 2013 in der russischen Region Tscheljabinsk im Ural niederging. Damals wurden rund 1200 Menschen verletzt.

Asteroiden sind übrig gebliebene Kleinkörper aus der Zeit der Planetenentstehung. Diese unregelmäßig geformten Felsbrocken, von denen es Millionen geben soll, bewegen sich wie die anderen Planeten auf einer Umlaufbahn um die Sonne. Die meisten von ihnen sind im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars zu finden.

NASA und ESA verstärken Suche nach Asteroiden
Grundsätzlich werden Asteroiden, die der Erde nahe kommen, erst ab einem Durchmesser von rund 30 Metern als gefährlich eingestuft. Von Himmelskörpern dieser Größe sind bis dato knapp 10.000 bekannt. Deshalb verstärken die NASA und ihr europäisches Pendant, die ESA, die Suche nach großen Exemplaren mit Teleskopen etwa in Arizona, auf Hawaii oder auf Teneriffa. Mit ihnen wollen sie potenziell für die Erde gefährliche Asteroiden möglichst früh entdecken.

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