Sa, 21. April 2018

Katamaran in Bau

02.11.2016 15:52

Auf 1400 Meter lebt Traum von Atlantik-Querung

Wie hat das steile Navistal mit dem großen weiten Meer zu tun? Einiges, wie sich beim elterlichen Hof von Gregor Peer zeigt. Der 61-jährige Flugzeugtechniker baut dort an seinem riesigen Katamaran, mit dem er eines Tages den Atlantik überqueren will.  Ein Traum, der mit nicht gezählten Stunden Tüftelei verbunden ist.

"Eigentlich wolle ein Arzt aus Kiel den Katamaran bauen, doch er war überfordert und musste mit Burn out aufgeben", erzählt Gregor Peer. Der Tiroler erfuhr davon, kaufte die halbfertigen Rümpfe und ließ sie für 5000 Euro Transportkosten mit zwei Tiefladern nach Navis bringen. "Sicher war ich mir nicht, ob die Kurven ins Tal überhaupt zu schaffen sind", schmunzelt der passionierte Bastler.

Viele Tage und halbe Nächte

Das war 2011 - inzwischen hat auch der Tyrolean-Mitarbeiter viele Tage und halbe Nächte auf dem Koloss verbracht (16 Meter lang, acht Meter breit, 21-Meter-Mast, elf Tonnen). Das ganze Deck ist Marke Eigenbau, ebenso Küche, WC und Dusche. "Auch das Ruder habe ich selbst gefertigt. Der Rumpf besteht aus kanadischer Kiefer, verstärkt mit Glasfaser", erzählt der rührige Naviser, der einst im Rallyesport mit Franz Wurz & Co. technische Erfahrung sammelte.

Sturm riss Rumpf auf Straße

Über Hürden des Katamaran-Projekts könnte Peer ein Buch schreiben: "Einmal riss ein Sturm ein Rumpfteil auf die Straße, die Feuerwehr musste es bergen." Ziel ist es, das Schiff (erneut in Teilen) zur slowenischen Adria zu bringen. "Erstmals ins Wasser - das wird am spannendsten. Aber auch dann ist noch viel zu tun", macht sich der 61-Jährige keine Illusion. Irgendwann will er über den Atlantik segeln, rund 3000 Seemeilen Erfahrung hat er mit seinem Neun-Meter-Boot in Griechenland gesammelt. Die Faszination dahinter? "Das Meer zog mich schon immer an, die totale Freiheit, die es sonst nicht gibt."

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