Mo, 11. Dezember 2017

Spektakel in Mexiko

31.10.2016 06:18

Die besten Bilder vom "Tag der Toten"

Während anderorts Halloween gefeiert wird, gedenkt man in Mexiko landesweit mit einem bunten Volksfest am "Dia de los Muertos", dem "Tag der Toten", der Verstorbenen. Dieses Jahr gab es sogar einen Umzug in Mexiko-Stadt. Die Vorlage dafür lieferte ein berühmter britischer Geheimagent.

Tausende Menschen nahmen an dem Umzug teil, der stolz eine der bekanntesten Feierlichkeiten des Landes öffentlich präsentierte. Ganze Familien und auch ausländische Besucher waren zur ersten offiziellen "Tag der Toten"-Parade in Mexiko-Stadt erschienen. Vom Unabhängigkeitsdenkmal Angel de la Independencia zogen zahlreiche Tänzer, Künstler und Menschen mit Kostümen und Totenkopf-Masken zum zentral gelegenen Zocalo-Platz.

James-Bond-Film als Ideengeber
Die Idee für den Umzug lieferte die Eröffnungsszene des jüngsten James-Bond-Films "Spectre" , in der der britische Geheimagent mit einer Frau durch eine Parade zum "Dia de los Muertos" in Mexiko läuft. Zu sehen ist eine große Skelett-Marionette mit Zylinder und Zigarre, Tänzer und Trommlergruppen, Frauen in eleganten Kleidern und Männer mit Totenkopf-Masken.

Video: Dia de los Muertos​ in "Spectre"

Familien-Picknicks auf den Friedhöfen
Tatsächlich gab es einen solchen Umzug in Mexiko-Stadt bisher nicht. In dem lateinamerikanischen Land finden allerdings von jeher zahlreiche Veranstaltungen zum "Tag der Toten" statt. Die Mexikaner errichten Altäre für die Toten in ihren Häusern, Kinder naschen Totenköpfe aus Zucker, Familien veranstalten ausgelassene Picknicks auf den Gräbern ihrer Vorfahren.

"Tag der Toten" entspricht in etwa Allerseelen
Der "Dia de los Muertos" entspricht in etwa Allerseelen und verbindet christliche und prähispanische Traditionen. Die Feierlichkeiten der Indios sind immaterielles Weltkulturerbe der Unesco.

"Wir mussten einen Karneval zum 'Tag der Toten' erfinden", sagte der mexikanische Tourismusminister Enrique de la Madrid vor der Parade. "Nach dem James Bond-Film wären die Touristen sonst gekommen, um den Umzug zu sehen und hätten ihn nicht vorgefunden."

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