Fr, 17. November 2017

Anrainer verärgert

28.10.2016 15:14

Streit um Lärmschutz: Autobahn-Blockade angedroht

Die Westautobahn nahezu vor der Haustür, der bisher dämmende Baumgürtel gerodet - aber kein Lärmschutz. Rund um die Uhr haben Bewohner von Zelking-Matzleinsdorf im Bezirk Melk das Brummen der Motoren in den Ohren. Weil sich die ASFINAG gegen den Bau einer Schutzwand sträubt, droht ein Protestmarsch.

"Wenn es nicht bald eine Zusage für Lärmschutz gibt, stehe ich mit Hunderten Mitbürgern auf der Autobahn!" Wütend schleudert Gerhard Bürg, Ortschef von Zelking-Matzleinsdorf, den verbalen Fehdehandschuh in Richtung ASFINAG. Bürg und viele der knapp 1200 Bewohner der kleinen Gemeinde an der A 1 fühlen sich von den Autobahn-Planern benachteiligt. Im Zuge des dreispurigen Ausbaus der Autobahn wurde der bisherige Grüngürtel abgeholzt. "Das hat die Situation verschärft", heißt es. Trotz mehrfacher Lärmmessungen folgten keine baulichen Schutzmaßnahmen. Zuletzt, berichtet die "NÖN", gab es seitens der ASFINAG nur den Vorschlag, Flüsterasphalt aufzutragen und einen Meter hohe Betonleitblöcke aufzustellen. Ein Affront für Bürg & Co., zumal alle anderen Orte der Region durch Schutzwände vom Autobahnlärm abgeschirmt würden. Dass die ASFINAG eine Kostenbeteiligung der Gemeinde ins Gespräch brachte, findet der Bürgermeister unerhört: "Die Kosten von 850.000 Euro können wir uns nicht leisten."

Bis zum Frühjahr räumt Bürg den Entscheidungsträgern noch eine Gnadenfrist ein. Sollte Zelking-Matzleinsdorf dann nicht in eine ruhigere Zukunft blicken, droht eine Blockade der A 1.

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