Sa, 16. Dezember 2017

Schaden - kaum Beute

28.10.2016 12:35

Einbrecher wüteten in den Magistrat-Amtsräumen

Sie hofften auf eine große Beute, doch es waren nur 330 Euro: Eine freche Einbrecherbande drang vermutlich am Staatsfeiertag in die Amtsräume des Magistrats in der Faber- und der Franz-Josef-Straße in Salzburg ein und durchsuchte die Büros. Da die Täter etliche Türen aufzwängten, entstand hoher Sachschaden.

Die Unbekannten gelangten irgendwie in den Innenhof der Gebäude in der Faberstraße 9 und 11 und der Franz-Josef-Straße 8. Dort schraubten sie bei den Lampen mit Bewegungsmeldern die Blenden herunter und schalteten sie ab. Danach zwängten sie etliche Türen auf und durchsuchten die Büros des Radkoordinators, der Radar-Überwachung, des Strafamts, des Marktamts, der städtischen Vermessung, des Kanal- und Gewässeramts sowie der Baudirektion. Die Einbrecher waren in mehreren Etagen unterwegs. Da die Amtsgebäude zudem durch Korridore verbunden sind, gelangten sie unproblematisch von einem Haus zum nächsten. Gefunden haben sie lediglich eine Handkasse mit 330 Euro. Diese knackten sie noch vor Ort mit Werkzeug aus der Gerätekammer des Vermessungsamts. Außerdem nahmen sie einen Laptop (Wert: 1500 Euro) und eine Festplatte mit.

Der angerichtete Schaden ist groß. Die Bande hat die Türen aufgebracht, in dem sie Zylinder herausdrehte, Bleche verbog oder sie einfach auftrat. Bei den alten Doppelflügel-Türen etwa ist das nicht schwer. Auch eine Schreibtisch-Tür wurde aufgezwängt. Auf dem Laptop waren keine Daten gespeichert. "Das läuft bei uns alles über den Server", versichert Info-Z-Chef Johannes Greifeneder.

Kaffeekasse nicht geplündert
"Gefreut" hat sich nach dem Coup zumindest die Sekretärin des Baudirektors. Die Kaffeekasse in ihrem Vorzimmer haben die Einbrecher nicht entdeckt. Das Gurkenglas mit Münzen stand am Donnerstag noch an seiner Stelle. Da es bei den Coups in städtischen Gebäuden nie etwas zu holen, dafür aber meist hohen Sachschaden gibt, hat das Hochbauamt bereits alle Kindergärtnerinnen angewiesen, ihre Bürotüren nach der Arbeit nicht mehr abzuschließen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden