Di, 21. November 2017

Am Weg zum Schulbus

28.10.2016 12:05

Vor den Augen der Freunde von Auto verletzt

Schock für einen Schulbus voller Kinder in Atzbach: Sie mussten mitansehen, wie um 7 Uhr früh ein Auto die zehnjährige Sophie erfasste und hoch in die Luft schleuderte. Das Mädchen überlebte schwer verletzt, seine Schulkollegen in der Neuen Mittelschule Schwanenstadt wurden vom Psychosozialen Notdienst betreut.

Der Schulbus stand in der Haltestelle Atzbach, er sollte die Kinder nach Schwanenstadt bringen. Die zehnjährige Sophie war offenbar spät dran und wollte noch schnell über die Straße zum  Bus laufen - sie übersah dabei jedoch  den Wagen, der aus Schwanenstadt kam. Dieser durfte den Bus übrigens passieren - denn nur von hinten darf man an einem  stehenden Schulbus nicht vorbeifahren.

Auch der einheimische Autolenker (32) sah in der Morgendämmerung die Schülerin, die keine reflektierende Kleidung trug, zu spät. Sophie wurde über die Motorhaube gegen die Windschutzscheibe geschleudert und blieb nach mehreren Metern verletzt auf der Straße liegen. Ihre Schulkameraden mussten den Unfall vom Bus aus mitansehen. Deshalb organisierte das Rote Kreuz nicht nur die Notarztversorgung von Sophie, die ins Vöcklabrucker Spital kam, sondern auch, dass die Kinder in der Schule gleich auch psychologische Betreuung erhalten.

Elternhaltestellen sind Thema
Erst vergangene Woche war - wie berichtet - eine Schülerin (12) in Weißkirchen/Traun von einem Bus angefahren und verletzt worden, nachdem sie vor einem anderen Bus auf die Straße gelaufen war. Auch bei Elternhaltestellen in Oberösterreich sind Schulbusse ein Thema - siehe Interview unten.

"Haltestellen weg von der Schule"
Eine Lanze fürs Gehen bricht Birgit Appelt, die in Oberösterreich das Projekt "Elternhaltestelle" betreut, bei dem  31 Gemeinden mitmachen.

Die Zahl der mitmachenden Gemeinden stagniert seit einem Jahr.
Die Wahl hat viele Kräfte gebunden, jetzt gibt’s aktuell wieder laufend Anfragen. Einige wollen die Umsetzung sofort, aber das Prozedere dauert zwischen drei und sechs Monaten.

Der Hintergrund ist, die Elterntaxis vom Schuleingang wegzubringen.
Das Schlimmste ist, wenn Eltern und Busse gemeinsam bei der Schule halten. Wir sind schon froh, wenn wir die Autos der Eltern  wegbringen.

Aber auch die Busse binden Sie gerne mit ein und verlegen diese Haltestellen, wenn es sicherheitstechnisch geht, ein Stück weit weg von der Schule.
Die Lehrer sagen uns, dass Kinder, die ein Stück zu Fuß gehen, munterer, ausgeglichener und entspannter sind im Unterricht. Natürlich geht aber die Sicherheit vor.

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