So, 19. November 2017

Sieg für „Patrioten“

28.10.2016 10:06

Naturpark besetzt: Freispruch für US-Miliz

Im Prozess um die mehrwöchige Besetzung eines Naturparks im US-Bundesstaat Oregon durch eine regierungsfeindliche Bürgerwehr bestehend aus Ranchern und anderen "Patrioten des Landes" sind sieben Beteiligte am Donnerstag freigesprochen worden. Die sechs Männer und eine Frau standen wegen Verschwörung vor Gericht und mussten mit bis zu sechs Jahren Haft rechnen. Nach einem fünfwöchigen Prozess sprachen die Geschworenen die Angeklagten aber frei. Bei der Urteilsverkündung brach Jubel im Gerichtssaal und davor aus.

Die Aktivisten hatten Anfang Jänner ein Verwaltungsgebäude im Malheur National Wildlife Refuge besetzt, um für die Freilassung von zwei Farmen und gegen die Kontrolle der US-Regierung in Washington über Ländereien zu protestieren. Erst nach 41 Tagen gaben die letzten Besetzer auf.

Sprecher der Gruppe erschossen, letzter Besetzer drohte mit Suizid
Bei einem Einsatz Ende Jänner war zuvor der Sprecher der Gruppe von der Polizei erschossen worden. Bei diesem Einsatz wurden der mutmaßliche Rädelsführer Ammon Bundy und sein Bruder Ryan festgenommen. Bei den Verhandlungen mit den letzten vier Besetzern, die damals live im Internet übertragen wurden, drohte einer von ihnen mit Suizid.

Im Februar klagte die Justiz den Anführer und mehrere seiner Mitstreiter wegen Verschwörung zur Behinderung von US-Bundesbeamten durch Gewalt und Einschüchterung an. Einigen Angeklagten wurde zudem unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Die Anwältin Lisa Ludwig freute sich über die "tolle" Entscheidung. Später kam es zu einem Handgemenge, weil der Richter Ammon Bundy wegen eines anderen anhängigen Verfahrens im Bundesstaat Nevada nicht auf freien Fuß setzte.

Anhänger der Miliz bliesen zum Triumphmarsch:

Gouverneurin enttäuscht, akzeptiert aber Urteil
Oregons Gouverneurin Kate Brown reagierte enttäuscht auf das Urteil. Die Besetzung des Malheur-Parks stehe im Widerspruch zu den Gepflogenheiten in Oregon, Meinungsverschiedenheiten durch "respektvolle Zusammenarbeit" zu klären. Sie kündigte aber an, die Gerichtsentscheidung zu respektieren.

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