Di, 12. Dezember 2017

Nach Sölden-Auftritt

24.10.2016 11:42

"Das ist Wahnsinn" - Neureuther adelt Hirscher

"Viel besser geht’s nicht!" Österreichs Sportdirektor Hans Pum meinte damit die faszinierende Atmosphäre auf dem Gletscher über Sölden, die dank Traumwetter an beiden Tagen perfekte Werbung für den Tourismus war. Vor allem aber ein nur mit Genialität zu erklärendes Ski-Phänomen aus Annaberg im Lammertal: Marcel Hirscher! Der lag im zweiten Lauf schon im Schnee, setzte mit Platz zwei dennoch seine Sölden-Serie fort!

Um Punkt 14.22 Uhr erklang auf dem Gletscher über Sölden für Frankreichs großen Sieger Alexis Pinturault die "Marseillaise". Und Hirscher meinte: "Es wartet schon noch einiges an Arbeit auf uns, um die Kluft zu ihm zu schließen."

Neureuther zieht vor Hirscher die Kappe
Doch wer weiß, wie dieses Rennen ohne seinen Fast-Sturz ausgegangen wäre. Im Zielraum schüttelte Felix Neureuther den Kopf. Und später zog auch der Deutsche, der ausgezeichneter Dritter wurde, mit der Erklärung seiner Reaktion anerkennend vor Hirscher seine Kappe: "Mit so einem Innenskifehler an so einer Stelle doch wieder aufzustehen, das ist Wahnsinn. Es gibt nur einen, der so was schaffen kann!"

"Volltrottel" - Hirscher sauer
Der Mann, dem dieses Lob galt, lächelte am Ende auch überglücklich über sein fünftes Sölden-Podest in Serie. Aber auf dem Weg dorthin war er richtig sauer auf sich selbst gewesen. Eben wegen dieses kapitalen Fehlers. "Volltrottel, hab ich mir im ersten Moment gedacht. Und als ich im Ziel die Eins aufleuchten sah, konnte ich nicht glauben, dass ich trotzdem vorne bin", erklärte Marcel.

Und bei jedem Wort war ihm die Erleichterung anzumerken. Nach den langen Problemen mit der Abstimmung während der Vorbereitung auf Sölden. Und aufgrund der Tatsache, dass er nie auf so weichen Bedingungen, wie sie beim Rennen herrschten, trainiert hatte.

Pinturault für Hirscher Favorit auf Gesamtweltcup
Aber Freude hin, Erleichterung her: Die Favoritenrolle in Sachen Gesamtweltcup schob er dennoch Sieger Pinturault zu. "Er hat sicher die besten Chancen, ist der Mann, den es zu schlagen gilt: weil er auch in Slalom, Super-G und Kombi ganz nach vorne fahren kann."

Dann verließ er den Gletscher. Nicht ohne von der unglaublichen Atmosphäre zu schwärmen. "Richtig geil, was hier abgeht - am liebsten würde ich jetzt noch bei der Ö3-Party mittanzen."

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