Mo, 20. November 2017

Bedenkliche Vorfälle

23.10.2016 19:00

So machte der Polizist seiner Freundin Angst

In den Monaten vor ihrem Tod hielt sich Claudia K. kaum noch in Wien auf. Meist war sie mit Sohn Noah bei ihren Eltern in Kärnten. Weil sie sich vor Daniel L., von Beruf Polizist, fürchtete. Freunde und Angehörige des Opfers berichteten nun über "bedenkliche Vorfälle" im Vorfeld des schrecklichen Verbrechens.

Es begann langsam, schleichend, dass sich die 25-Jährige bei dem Polizisten nicht mehr sicher fühlte.

Ab Juli berichtete sie ihr nahestehenden Menschen von einer "Persönlichkeitsveränderung" ihres Freundes: "Er ist oft unansprechbar, er zittert so viel, er hat Blackouts."

Im August würgte Daniel L. sie im Schlaf. "Er behauptet, sich daran nicht zu erinnern", so Claudia K. damals zu Verwandten.

Am 6. September erzählte sie einer Tante von einer Horror-Fahrt: Claudia K. saß schreiend neben dem Polizisten, während er mit seinem Renault Clio über Feldwege raste.

Am 28. September ein weiterer Vorfall: Die Frau wollte einkaufen gehen. "Wir hatten davor keinen Streit", erzählte sie später einer Freundin, "aber als ich die Wohnungstüre aufmachte, stand Daniel plötzlich hinter mir, er legte beide Hände um meinen Hals und drückte zu."

Am 29. September fand Claudia K. eine Axt unter ihrem Ehebett. "Daniel sagt, sie ist ein Geschenk für mich. Was soll das?", schrieb sie in einer SMS an ihre Mutter.

Am 30. September rief die 25-Jährige beim Sozialpsychiatrischen Notdienst an: "Mein Mann hat ein Burn-out." Und sie berichtete den Eltern von ihrer Angst vor Daniel L. Das Ehepaar bat die Tochter, zu ihnen zu kommen. Sie lehnte ab: "Er wird mich schon nicht umbringen."

Am 2. Oktober war sie tot. Als sie ihr Handy nicht mehr abhob, hatte ihre Familie sofort einen schlimmen Verdacht. Und ging zur Polizei: "Wir glauben, dass Daniel Claudia etwas angetan hat ..."

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