Fr, 15. Dezember 2017

Geschäftsführer geht

22.10.2016 18:58

NEOS ziehen mit neuer Spitze in den "Vorwahlkampf"

Mit einem Umbau ihrer Parteispitze und einer neuen Kampagne ziehen die NEOS in den "Vorwahlkampf". Bundesgeschäftsführer Feri Thierry trat am Samstag bei der Mitgliederversammlung auf dem Grazer Schlossberg nach drei Jahren zurück und übergab an den bisherigen Klubdirektor Stefan Egger. Zudem wurde mit Nikola Donig erstmals ein Generalsekretär installiert.

Thierry soll den NEOS nicht zur Gänze den Rücken kehren. Er soll die Oppositionspartei weiterhin beraten und unterstützen, kündigte Parteichef Matthias Strolz an. "Ich glaube an dieses Projekt, ich glaube an die Erneuerung des Landes", sagte Thierry bei der Mitgliederversammlung nach der Bekanntgabe seines Rückzugs.

Konkret wird der Wechsel an der NEOS-Spitze mit 1. November erfolgen, ab dann wird Egger die Bundesgeschäftsführung übernehmen. Vonseiten der Partei hieß es, dass der Wechsel seit Längerem geplant gewesen sei. Thierry war fünf Jahre lang Bundesgeschäftsführer. Egger als Klubdirektor im Parlament folgt der politische Direktor der Partei, Michael Schiebel.

Nikola Donig wird Generalsekretär
Neuer und damit erster Generalsekretär der NEOS wird der bisherige Kommunikationschef der Partei, Nikola Donig. Bundesobmann Strolz schlug den früheren Sprecher von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Wilhelm Molterer sowie der ÖVP-Bundespartei vor und bat gleichzeitig um Vertrauen. Begründet wurde die - von manchen Mitgliedern kritisierte - Erweiterung der Parteispitze mit einer "bevorstehenden Nationalratswahl". Dafür brauche es eine "optimale Aufstellung". Fixiert soll die Position Anfang November im Vorstand werden.

Strolz will mit seiner Partei zweistellig werden
Vor dem - auch für die Parteimitglieder großteils überraschenden - Umbau der Parteispitze hatte Strolz seine Anhänger in den "Vorwahlkampf" geführt, wie er selbst sagte. Zweistelligkeit sei weiter das Ziel, erreichen will das die Partei auch mit einer Herbstkampagne. "Österreich geht anders", lautet dabei die Stoßrichtung. Verantwortlich für die Slogans zeichnet die Österreich-Tochter der Berliner Agentur "heimat", die in Deutschland vor allem Kampagnen der FDP betreut hat.

Kooperation mit Irmgard Griss soll fortgesetzt werden
Am Rande der Mitgliederversammlung bekräftigte Strolz auch, dass die NEOS weiterhin an einer Zusammenarbeit mit der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss interessiert seien: "Wir haben uns diese Woche zu einem Austausch getroffen." Auch mit ÖVP-Minister Sebastian Kurz habe es ganz allgemein Gespräche gegeben - was man aber auch mit den Spitzen aller anderen Parteien machen wolle.

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