Do, 14. Dezember 2017

"Kein Kluburlaub"

21.10.2016 13:52

Russische Flotte hat Ärmelkanal durchquert

Die seit Tagen mit großer Sorge erwartete russische Flotte rund um den Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" hat am Freitag den Ärmelkanal durchquert. Wie berichtet, will Russlands Präsident Wladimir Putin damit seine Militäroperation im Bürgerkriegsland Syrien unterstützen. Ein russischer Offizier bestätigte die militärische Operation: "Das wird kein Kluburlaub." Die NATO steht in Alarmbereitschaft.

Wie der Sender BBC berichtete, habe ein russischer Schlepper als erstes Schiff die Seeenge zwischen Großbritannien und dem Kontinent befahren. Die "Admiral Kusnezow" wird unter anderem von einem Schlachtschiff sowie einem U-Boot, das die Flotte unterhalb des Flugzeugträgers begleitet, geschützt. Bis zur geplanten Ankunft am 25. Oktober vor Syrien muss die Flotte noch den Weg durch das Mittelmeer zurückzulegen, vorbei an Italien, Griechenland und der Türkei.

Video: Hier durchquert die russische Flotte den Ärmelkanal

Russischer Offizier: "Kein Spaziergang mit Gehstock"
In der syrischen Hafenstadt Latakia besitzt Russland einen Militärstützpunkt. Von dort kann die russische Armee Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Regierungstruppen fliegen. Moskauer Medien zufolge will Russland seinen Flugzeugträger in den nächsten Monaten genau für diesen Zweck einsetzen. Ein hochrangiger russischer Offizier bestätigte gegenüber der "Daily Mail", dass die Flotte bewaffnet und bereit für den Kriegseinsatz sei. "Die Schiffe sind nicht für einen Spaziergang mit einem Gehstock oder für einen Kluburlaub unterwegs", protzte er.

Die "Admiral Kusnezow" ist der einzige Flugzeugträger der Russen. Das Eindringen in britisches Gewässer ist ein klares Signal von Putin, der bereits im Juni eines seiner 48 modernsten U-Boote durch den Ärmelkanal geschickt und dadurch Großbritannien verärgert hatte. Russland kämpft seit September des Vorjahres im Bürgerkriegsland Syrien, um das Assad-Regime zu stützen.

NATO-Schiffe beobachten russische Flotte
Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, der Flottenverband würde in den internationalen Gewässern "auf jedem Meter" von der Royal Navy beobachtet. Sechs Kriegsschiffe der NATO sind aus dem Norden Großbritanniens unterwegs, um die unliebsamen Besucher zu beobachten. Laut einem Nato-Sprecher sorgt die russische Flotte mit ihrem Ziel, den Ärmelkanal zu passieren, nicht gerade dafür, "Vertrauen zu gewinnen" und eine baldige Lösung im Syrien-Konflikt herbeizuführen.

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