So, 22. Oktober 2017

Autonomes Fahren

20.10.2016 08:48

Tesla macht alle neuen Autos selbstständig

Tesla "erzieht" seine Autos zur Selbstständigkeit: Der Elektroauto-Pionier kündigte an, sämtliche neuen Fahrzeuge mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren auszurüsten. Die Software dazu solle später schrittweise freigeschaltet werden, erklärte Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht auf Donnerstag. Bis Ende kommenden Jahres solle eine Fahrt von Los Angeles nach New York ohne einen einzigen Handgriff möglich sein.

Alle Tesla-Fahrzeuge bekommen demnach nun acht Kameras statt bisher einer, Ultraschall- und Radar-Sensoren mit höherer Reichweite und Auflösung sowie 40 Mal mehr Rechenleistung im Computer. Das für 2017 angekündigte günstigere Fahrzeug Model 3 gehöre dazu, bisher verkaufte Teslas könnten nicht nachgerüstet werden, so Musk. "Ich wünschte, man könnte es anders machen" - aber wegen der engen Integration sei das so unrealistisch wie jemandem eine Wirbelsäule zu transplantieren.

Die Software zum autonomen Fahren soll im sogenannten "Schatten-Modus" dazulernen. Dabei werde der Computer - während der Mensch fährt - im Hintergrund die Verkehrssituation analysieren, so Musk. Die Einführung der Software werde jedoch von lokalen Regeln abhängen, räumte der Tesla-Chef ein. Er hoffe aber, dass es in den USA keinen Fleckerlteppich verschiedener Vorschriften von Bundesstaat zu Bundesstaat geben werde.

Autos sollen selber Geld verdienen
Tesla will zudem eine eigene Plattform entwickeln, über die Besitzer ihre selbstfahrenden Autos zum Geldverdienen losschicken können. Das würde die Firma zu einem weiteren Konkurrenten für Fahrdienst-Vermittler wie Uber machen.

Eine Million Teslas bis 2020
Tesla ist der erste Hersteller, der ankündigte, alle seine Fahrzeuge mit Roboterwagen-Technik auszurüsten. Die Firma will bis 2018 die Produktion von 50.000 auf 500.000 Autos pro Jahr erhöhen. Zum Jahr 2020 stellte Musk die Marke von einer Million in Aussicht. Die Masse soll das Model 3 ausmachen, für das es aus dem Stand nahezu 400.000 Vorbestellungen gab.

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