Fr, 20. Oktober 2017

Stadträtin im Talk

18.10.2016 16:50

Frauenberger: „Deradikalisierung“ als eigenes Fach

Homophobe, Juden hassende Teenager, die den Westen ablehnen und Religion über Gesetz stellen: Nach der alarmierenden Studie nimmt die Wiener Jugenstadträtin Sandra Frauenberger die Schulen in die Pflicht. Sie wünscht sich Deradikalisierung im Lehrplan.

"Krone": Frau Stadträtin, 2015 war Wahljahr. Hat man deshalb die Ergebnisse erst jetzt veröffentlicht?
Sandra Frauenberger: Nein. Ich bin am 13. November für den Bereich zuständig geworden. Im Mai 2016 war die Studie fertig.

Die Befragung fand aber vor der Flüchtlingswelle im Vorjahr statt.
Ja. Eine Evaluierung auf Basis der Ergebnisse halte ich auch für notwendig.

Wie geht's nun weiter?
Am 10. November tagt das Expertenforum des Netzwerks Deradikalisierung, das uns konkrete Vorschläge unterbreitet.

Die Studie erfasst lediglich Teenager in den Jugendzentren. Was ist mit jenen, die dort nicht hingegen?
Wo wir alle erreichen, ist in der Schule. Deshalb wünsche ich mir, dass die Themen Antisemitismus, Homophobie, aber auch das weltpolitische Geschehen fachübergreifend und projektorientiert hier gelehrt werden. Jugendliche brauchen Orientierung. Das schützt sie vor radikalen Fängern.

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