Di, 17. Oktober 2017

"Brauche mehr Zeit"

16.10.2016 13:47

Jetzt fix: Anna Veith in Sölden nicht am Start

Viel wurde in letzter Zeit spekuliert, doch jetzt ist es fix: Anna Veith wird am kommenden Wochenende beim Weltcup-Auftakt in Sölden nicht am Start sein! Das verkündete die Salzburgerin am Sonntag auf ihrer Facebook-Seite. Im Video oben sehen Sie ihre ersten Schwünge auf Schnee.

"Ich habe gemerkt, dass ich noch mehr Zeit brauche. Rennen fahren, so wie ich es mir vorstelle - funktioniert noch nicht, nach meiner so schweren Verletzung", schreibt die 27-Jährige.

Die Gesamtweltcupsiegerin von 2014 und 2015 hatte sich am 21. Oktober 2015 bei einem Trainingssturz auf dem Rettenbachferner im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne gerissen und die vergangene Saison verpasst.

Auch Vonn und Svindal fehlen
Ursprünglich hatte Anna Veith geplant, erst einen Tag vor Sölden bekanntzugeben, ob sie antritt, nun hat sie die Entscheidung vorgezogen. Beim alpinen Ski-Weltcup-Auftakt am kommenden Samstag auf dem Rettenbachferner fehlen damit zwei der prominentesten Rennläuferinnen. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hatte am Freitag erklärt, dass sie nicht dabei sein werde, ihre Konzentration gelte im kommenden Winter der Abfahrt und dem Super-G.

Und auch Aksel Lund Svindal sagt für den Ski-Weltcup-Auftakt kommendes Wochenende in Sölden ab. Wie der Norweger am Sonntag via Instagram bekanntgab, fühle er sich noch nicht fit genug. "Meine Reha braucht mehr Zeit", schrieb der 33-Jährige, der sich im Jänner 2016 bei einem Sturz in Kitzbühel schwere Knieverletzungen zugezogen hatte.

"Nächsten Sonntag ist Rennzeit für die Männer! Ich werde nicht bereit sein, um teilzunehmen", erklärte der zweimalige Gesamtweltcupsieger und fünfmalige Weltmeister knapp. Bei seinem Sturz während der Hahnenkamm-Abfahrt hatte sich Svindal das vordere Kreuzband und den Meniskus im rechten Knie gerissen, zusätzlich wurde der umliegende Knorpel in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem arbeitete er an seinem Comeback.

Auch Veith benötigt auf dem Weg zurück nach ihrer schweren Knieverletzung noch etwas Zeit. "Ich verspreche euch - ich tu alles um ganz bald wieder zurück im Weltcup zu sein", teilte die 27-Jährige mit.

Bei einem Medientermin am 7. Oktober in Salzburg hatte Veith berichtet, dass es dem Knie gut gehe. "Die Bänder sind stabil und belastbar. Jetzt muss ich die Belastbarkeit meines Knies trainieren. Ich muss die hohen Belastungen wieder gewohnt werden." Denn von der Belastung her sei sie noch sehr weit von dem entfernt, wo sie vorher gewesen sei.

"Sölden kommt zu früh"
In einer auf die Facebook-Meldung folgenden Aussendung des Österreichischen Skiverbandes heißt es: "Sölden kommt einfach zu früh mich. Ich hätte mir gewünscht, schon in Sölden soweit zu sein - aber es war von Anfang an ein sehr ambitioniertes Ziel. Ich habe, was die Heilung und die Reha angeht, sehr viel geschafft. Ich bin zurück auf Ski und fast schon im Rennmodus."

Aber gerade bei schwierigeren Bedingungen, sehr eisigen oder steilen Rennpisten sei die Belastung für die Strukturen im Knie einfach noch zu hoch, hieß es weiter. In den kommenden Wochen werde Veith weiter individuell am Muskelaufbau, Kraft, Koordination und Kondition arbeiten und dann sukzessive wieder ins Schneetraining einsteigen. "An meinem Ziel hat sich nichts geändert. Ich will konkurrenzfähig zurückzukommen. Nur wann das genau sein wird, kann ich aktuell noch nicht sagen."

Frühestens im Weltcup zu sehen sein wird Veith damit am 26./27. November in Killington in den USA, wo auch ein Riesentorlauf auf dem Programm steht, oder erst von 2. bis 4. Dezember bei den Speedrennen in Lake Louise (zwei Abfahrten, ein Super-G).

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