Di, 17. Oktober 2017

Öltanker als Ziel?

14.10.2016 14:39

Urlaubsparadies Antalya mit Raketen beschossen

Die türkische Touristenregion Antalya ist am Freitag mit zwei Raketen beschossen worden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Die Geschosse seien zwischen der Stadt Antalya und dem beliebten Badeort Kemer eingeschlagen. Möglicherweise sollte bei dem mysteriösen Angriff ein Öltanker getroffen werden.

Die Raketen seien von nicht näher definierten Terroristen von nahe gelegenen Hügeln entlang der Autobahn zwischen beiden Orten abgeschossen worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Sie hätten im Ort Calticak im Bezirk Konyaalti eine Fischerei-Lagerhalle und Brachland getroffen. Das Lager habe zu brennen begonnen habe, die Flammen seien aber rasch gelöscht worden, hieß es. Ein Tanklastwagen sei nur knapp verfehlt worden.

Auch die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, auf der Straße zwischen den Städten Antalya und Kemer sei es zu einer Detonation gekommen, deren Ursache aber unklar sei. Die Ortschaft Calticak liegt etwa eine halbe Autostunde von Antalya entfernt an der Küste.

Öltanker als Ziel?
Laut Angaben des Senders NTV wurden die Raketen in Richtung Mittelmeer abgefeuert, wo zu diesem Zeitpunkt ein Öltanker im Küstenbereich unterwegs war. Sanitäter und Spezialkräfte der Polizei seien am Tatort, Sprengstoffexperten seien ebenfalls im Einsatz. Wer die Raketen tatsächlich abgefeuert hat, ist noch völlig unklar.

Die Terrororganisation TAK - eine Splittergruppe der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) - hat Anschläge auch in türkischen Touristenregionen angedroht. Im Jänner waren bei einem der Terrormiliz Islamischer Staat IS zugeschriebenen Selbstmordanschlag in der Istanbuler Altstadt zwölf deutsche Urlauber getötet worden.

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