Fr, 24. November 2017

Kosten errechnet

14.10.2016 08:14

Jugendliche Flüchtlinge kosten 20 Millionen Euro

667 "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" (UMF) sind in Oberösterreich in der Grundversorgung. Der FPÖ-Landtagsklub sieht das System ihrer Betreuung als "überarbeitungsbedürftig und jedenfalls viel zu teuer" an: FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr hat auf Basis von Zahlen von Landesrat Rudi Anschober Jahreskosten zwischen 19,7 und 21 Millionen Euro für sie errechnet.

Vorwiegend sind es 16- und 17-jährige männliche Jugendliche aus Afghanistan, die unbegleitet in Oberösterreich landen: Etwa 400 der 667 UMF fallen in diese Kategorie, während aus Syrien  nur etwa 60 zwischen 16 und 17 Jahre alte Burschen stammen. Lediglich 28 der 667 UMF sind weiblich.

Bis zu 86,25 Euro pro Tag
Der FPÖ-Landtagsklub sieht diese Flüchtlingskategorie als "Kostentreiber" und versucht das mit den konkreten Zahlen zu untermauern. Je nach Berechnungsmethode kommt man auf durchschnittlich 81,10 oder 86,25 € Betreuungskosten pro Tag. FPÖ-Politiker Mahr erklärt: "Zwar machen die UMF von den 13.200 grundversorgten Asylwerbern in Oberösterreich nur einen  kleinen Teil aus. Teuer ist es trotzdem. Die sich aktuell ergebenden Kosten für 667 Personen liegen zwischen 19,7 und 21 Millionen Euro im Jahr.

Qoute nur zur zwei Drittel erfüllt
"Oberösterreich verfehlt die UMF-Quote deutlichGrünen-Landesrat Anschober geht in seiner Antwort auf die FPÖ-Anfrage davon aus, "dass sich die Anzahl der UMF bis Ende 2016 als auch bis Ende 2017 konstant halten wird", was Mahr "optimistisch" nennt. Denn dabei ist, wie Anschober selbst betont, "nicht berücksichtigt, dass Oberösterreich derzeit die Quote nicht erreicht und dieses Ziel nach wie vor Gültigkeit hat." Der prozentuelle Verteilungsschlüssel für Asylwerber unter den Bundesländern schreibt für Oberösterreich 16,74 Prozent vor, was genauso auch auf die UMF anzuwenden ist. Derzeit werden aber in Oberösterreich im Rahmen der Grundversorgung nur 11,5 Prozent der österreichweit vorhandenen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge betreut. Die Quote ist also erst zu gut zwei Drittel erfüllt

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